Ronny Wittenwiler
Bei uns ist wieder mal der Notstand ausgebrochen. Ich bekomme die prekäre Lage direkt auf dem Familien-Chat serviert.
Maus meldet sich: Bitte dringend Katzenfutter beim Tierarzt holen. Ist alles hinterlegt.
Eine halbe Stunde ...
Ronny Wittenwiler
Bei uns ist wieder mal der Notstand ausgebrochen. Ich bekomme die prekäre Lage direkt auf dem Familien-Chat serviert.
Maus meldet sich: Bitte dringend Katzenfutter beim Tierarzt holen. Ist alles hinterlegt.
Eine halbe Stunde später bin ich dort: «Guten Tag, ich brauche dringend Katzenfutter. Ist alles hinterlegt.»
«Sehr gut», sagt die Tierarztgehilfin, «und wie ist der Name?»
Während ich mich frage, ob das datenschutztechnisch wirklich vereinbar ist, sucht die Arztgehilfin verzweifelt im System: «Tut mir leid. Aber wir haben hier keine Katze, die Ronny Wittenwiler heisst.»
Ach so ist das gemeint! «Dann suchen Sie mal nach Panini.»
Na also, geht doch. Her mit dem Futter.
«Hypoallergen?», fragt jetzt die Tierarztgehilfin.
«Wie meinen?»
«Eine grosse Packung Hypoallergen?»
Was weiss ich. Futter halt.
Jetzt meldet sich Krümel über den Familien-Chat: @Papi, Eistee!
Ich so in den Chat: Hypoallergen?
Krümel: Nein, Pfirsich!
Maus schreibt zurück: Nicht Hypoallergen. Das Nassfutter ist alle. Ist auch hinterlegt!
Okay. Denn halt. «Nassfutter bitte. Ist auch hinterlegt.»
Tierarztgehilfin: «Känguru oder Rind?»
Oh Mann. Hätten wir damals doch einen Goldfisch gekauft!
Endlich zuhause. Krümel und Brösmeli schnappen sich ihren Eistee, Panini frisst das überteuerte Känguru und ich sterbe vor Hunger.
Maus: «Es hat noch einen Cervelat im Kühlschrank.»
witte@nfz.ch