Ronny Wittenwiler
Es ist nach wie vor sehr anspruchsvoll. Kochen! Waschen! Ufzgi! NFZ! Aber: Ich bin nicht allein. Ein dickes Kompliment an die Spitex für die grossartige Unterstützung. Wie gross meine Not ist, zeigte sich vorgestern: Neuerdings kommen sie sogar zu zweit vorbei. ...
Ronny Wittenwiler
Es ist nach wie vor sehr anspruchsvoll. Kochen! Waschen! Ufzgi! NFZ! Aber: Ich bin nicht allein. Ein dickes Kompliment an die Spitex für die grossartige Unterstützung. Wie gross meine Not ist, zeigte sich vorgestern: Neuerdings kommen sie sogar zu zweit vorbei. Als es klingelt, bitte ich die beiden auf Knien rein: «Sie schickt der Himmel!»
Besonders beeindruckt mich die Empathie, mit der das Personal zu Werke geht. Bei der Spitex bist du nicht einfach eine Nummer, sondern in erster Linie: ein Mensch. Beide hören mir zuerst einmal eine halbe Stunde zu, als ich sie ununterbrochen volllabere und dann doch noch auf den Punkt komme: «So jetzt aber hü, Kollegen. Nur vom Kaffeetrinken wird die Hütte ja nicht sauber!»
Ich nehme meine Liste hervor und gebe die Anweisungen durch.
Eine Stunde später, mir kommen vor Dankbarkeit die Tränen: Der Parkettboden ist poliert, die Küche gereinigt, die Fenster sind geputzt. Und in der Zwischenzeit hat mir der Praktikant den Rasen gemäht!
Was bleibt, ist ein dreifach Zigge-Zagge-Zigge-Zagge-Hoi-Hoi-Hoi auf die Spitex und zum Abschied meinerseits ein herzliches Winken aus dem Fenster – als es hinten an der Tür gopferdelli schon wieder klingelt: «Guten Tag. Ich bin Frau Müller von der Spitex, entschuldigen Sie die Verspätung.»
Jä sowas. Dann waren die anderen doch die Zeugen Jehovas.
witte@nfz.ch