Wirtefamilie-Transfer
16.10.2026 FricktalGastwirte wechseln vom «Kreuz» in den «Stab»
Nach dreieinhalb Jahren verlässt die Familie Di Silvestro das Restaurant «Kreuz» in Gelterkinden, das sie erfolgreich geführt hat. Ab Dezember wirtet die Familie im Gasthaus «Stab» in Buus ...
Gastwirte wechseln vom «Kreuz» in den «Stab»
Nach dreieinhalb Jahren verlässt die Familie Di Silvestro das Restaurant «Kreuz» in Gelterkinden, das sie erfolgreich geführt hat. Ab Dezember wirtet die Familie im Gasthaus «Stab» in Buus – und findet dort vor allem eines: deutlich mehr Platz.
Christian Horisberger – Volksstimme
Des einen Freud, des andern Leid: Die Familie Di Silvestro, die das Restaurant «Kreuz» in den vergangenen dreieinhalb Jahren mit zunehmendem Erfolg geführt hat, verlässt Gelterkinden. Die Gastwirte konnten dem Angebot der Gemeinde Buus nicht widerstehen, deren Gasthaus «Stab» zu übernehmen. Denn der vor wenigen Jahren von Grund auf renovierte und neu eingerichtete «Stab» bietet den Wirtsleuten das, woran es ihnen im «Kreuz» fehlt: Platz. «Es kommt leider viel zu oft vor, dass wir Gästen absagen müssen, weil wir ausgebucht sind», sagt Matthias Di Silvestro, der im «Vari Sapori – Restaurant zum Kreuz» an der Front wirkt.
An den Tischen im Gelterkinder Lokal finden maximal 32 Gäste Platz, auf der Terrasse haben die Wirtsleute 15 bewilligte Plätze. In der Gaststube des Buusner Traditionslokals hingegen könnten bis zu 60 Gäste bewirtet werden, draussen auf dem Hausplatz sowie im Scheunenbereich 40 bis 50 Personen. Ausserdem fänden im sanft restaurierten Saal im ersten Stock des historischen Gebäudes Gesellschaften mit rund 100 Personen Platz. Der Saal sei im sehr attraktiven Pachtzins für den «Stab» zwar nicht enthalten, er könne für grössere Gruppen aber jederzeit zugemietet werden, ergänzt Antonino Di Silvestro. Er ist im «Kreuz» und in Zukunft auch im «Stab» für die Pizza verantwortlich. Der Pizzaiolo freut sich auf die neue Wirkungsstätte: Die Gemeinde hat die Küche mit einem brandneuen Pizzaofen ergänzt, wohl auch, um den Wirtsleuten den Weggang von Gelterkinden zu erleichtern. Selbst bei den Parkplätzen unterstützt Buus die Pächter: Zusätzlich zu den sieben Abstellplätzen beim Restaurant stehen den «Stab»-Gästen weitere bei der Turnhalle zur Verfügung, sagt Matthias Di Silvestro: «Beim Kreuz gibt es eineinhalb Parkplätze: für ein normal grosses Auto und für einen Cinquecento …»
Abschied fällt schwer
Sie hätten sich mit diesem Entscheid trotz der Vorteile des Gasthauses «Stab» sehr schwergetan, sagen Mutter und Söhne unisono. Sie hätten die Gäste ins Herz geschlossen und die Gäste sie.
Aufgrund der geringen Anzahl an Sitzplätzen und der engen Platzverhältnisse auch in der Küche mit Temperaturen von mehr als 45 Grad im Sommer haben sich die Di Silvestros seit Anfang dieses Jahres nach einem alternativen Lokal in Gelterkinden umgeschaut. Doch hätten sie keines gefunden, von dem sie überzeugt gewesen seien. Dann habe – völlig überraschend – die Gemeinde Buus bei ihnen angeklopft. Im September sagten sie nach reiflicher Überlegung zu. Die Buusner Gemei ndepräsidenti n Nadine Jermann freut sich auf die neuen Pächter für den «Stab», der nach dem Abgang von Franziska Steiner (heute: «Villa Traumwerk» in Sissach) seit gut einem halben Jahr leer steht: «Die Wirtefamilie ist sehr warmherzig und die Chemie stimmt. Sie passt zu uns.»
Nicht nur die Gemeindepräsidentin freut sich: Seit durchgesickert ist, wer das Lokal an der Hemmikerstrasse übernehmen wird, sind laut Matthias Di Silvestro vermehrt Gäste aus Buus und Maisprach im «Kreuz» eingekehrt, unter ihnen Vreni und Hugo Thommen, die das Gasthaus während 43 Jahren geführt haben: «Sie freuen sich darüber, dass wieder eine Familie das Lokal führen wird.»

