Veloprüfung in Zeiten reger Bautätigkeit
In Frick wird an allen Ecken gebaut und das hat Auswirkungen auf den Strassenverkehr. Die NFZ wollte von Schule, Regionalpolizei und Bauverwaltung wissen, wie sie mit Blick auf die Veloprüfung vom 11. Mai mit der Situation ...
Veloprüfung in Zeiten reger Bautätigkeit
In Frick wird an allen Ecken gebaut und das hat Auswirkungen auf den Strassenverkehr. Die NFZ wollte von Schule, Regionalpolizei und Bauverwaltung wissen, wie sie mit Blick auf die Veloprüfung vom 11. Mai mit der Situation umgehen.
Simone Rufli
Aufgrund der Verlegung der Leitungen des Wärmeverbunds der IWB kommt es in Frick seit längerer Zeit zu verschiedenen Baustellen, die zu temporären Strassensperrungen, Einbahnverkehr, Ampeln und Umleitungen führen. Dazu kommen Baustellen von privaten grösseren Bauvorhaben, so zum Beispiel an der Schulstrasse und im Gebiet Blaie, die zum Teil Einfluss auf den Verkehr in der Umgebung haben. «Die Bauverwaltung steht in engem Kontakt mit den jeweiligen Bauherrschaften, um die Baustellen gut sichtbar zu signalisieren», betont Bauverwalter Marcel Herzog auf Anfrage der NFZ.
Für Polizeichef Werner Bertschi von der Regionalpolizei Oberes Fricktal ist die gegenwärtige Situation auf Fricks Strassen kein Grund für zusätzliche Sorge. Er hält fest: «Ziel der Verkehrsinstruktion durch die Polizei an den Schulen ist es, die Schülerinnen und Schüler ab dem Kindergarten zu befähigen, sich selbständig und sicher im Strassenverkehr bewegen zu können.» Das Ausbildungskonzept sehe dabei verschiedene Stufen vor und ende in der Regel in der 4. oder 5. Klasse mit der Veloprüfung. «Im Rahmen der Vorbereitungen zu den Veloprüfungen werden die vorgesehenen Routen im Vorfeld durch die Verkehrsinstruktorinnen überprüft und mit den Schülerinnen und Schülern zu Übungszwecken, in Begleitung der Verkehrsinstruktorinnen, abgefahren», so Werner Bertschi. Dabei werde ein besonderes Augenmerk auf herausfordernde Verkehrssituationen, wie beispielsweise Baustellen, gelegt. «Ein wichtiger Teil der Verkehrsinstruktion ist der Umgang mit spontanen, unvorhersehbaren Situationen, wie sie im Strassenverkehr täglich vorkommen. Komplexe oder sich verändernde Verkehrssituationen gehören zum Alltag im Strassenverkehr.»
Kurzfristige Anpassungen möglich
Die aktuelle Situation werde durch die Polizei laufend beobachtet und im Rahmen der Vorbereitungen zu den Veloprüfungen immer wieder neu beurteilt. «Wir beobachten die Entwicklung der Baustellen in den kommenden Tagen sehr genau. Allfällig notwendige, kurzfristige Anpassungen werden mit den Kindern am Prüfungstag besprochen. Zudem werden die für die Veloprüfung anwesenden Helferinnen und Helfer, welche über die ganze Strecke verteilt sind, entsprechend instruiert.»
Sandra Angst, Co-Schulleiterin der Primarschule, verweist auf die gute Zusammenarbeit mit der Regionalpolizei Oberes Fricktal. Die Verkehrsinstruktorinnen stehen in regelmässigem Kontakt mit den Klassenlehrpersonen. Obwohl die Verkehrsinstruktion durch die Polizei einen wichtigen Beitrag zur Schulung der Kinder darstelle und damit ein gutes Fundament gelegt werde, könne damit nur ein Teil des Ausbildungsbedarfs abgedeckt werden. Für Polizeichef Bertschi ist daher klar: «Es liegt in der Verantwortung der Eltern, das durch die Kinder erlernte Wissen zu vertiefen und im Alltag zu üben. Die Eltern werden an den Elternabenden jeweils darauf aufmerksam gemacht. Nicht zuletzt sind wir alle, welche uns im Strassenverkehr bewegen, mit unserem eigenen Verhalten tagtäglich Vorbilder für die Kinder.»