Eine poetische Parodie in Frick
Was passiert, wenn Märchenfiguren ihre vorgegebenen Rollen nicht mehr spielen wollen? Davon erzählt «Das Schweigen der Helden», die aktuelle Produktion von Katja Baumann, welche Sie am Samstag, 17. Oktober, im Meck in Frick ...
Eine poetische Parodie in Frick
Was passiert, wenn Märchenfiguren ihre vorgegebenen Rollen nicht mehr spielen wollen? Davon erzählt «Das Schweigen der Helden», die aktuelle Produktion von Katja Baumann, welche Sie am Samstag, 17. Oktober, im Meck in Frick präsentiert.
Das Schweigen der Helden ist eine poetisch-humorvolle Märchenparodie über Liebe, Mut und die Kraft der eigenen inneren Stimme. Mit feiner Ironie, überraschenden Wendungen und berührender Ehrlichkeit erzählt das Stück von Figuren, die sich gegen ihre vorgezeichneten Wege stellen – und damit ihre Welt verändern. Schauspiel, Figurenspiel und Videoprojektionen verweben sich zu einer Geschichte, die Mut macht, alte Muster zu sprengen.
Jorinde ist nicht weiter nur die «zu Rettende», Joringel träumt von einer glanzvollen Heldenkarriere – vielleicht sogar von einer eigenen Show. Und die Erzzauberin, fühlt sich auf ihre Rolle als Gegenspielerin reduziert, fordert endlich Tiefe, Verständnis und Anerkennung. Was folgt, ist ein anarchisches Spiel um Rollenbilder, Erzählmacht und Selbstinszenierung: Casting-Shows treffen auf Märchenwald, Sitcom-Momente auf poetische Bilder, leiser Zweifel auf laute Selbstbehauptung. Die Figur des Herrn Grimm führt mit Witz und feiner Poesie durch eine Geschichte, die sich neu ordnet, um weiterzuleben.
Katja Baumann absolvierte ihre Schauspielausbildung in Zürich und Wien. Sie wirkte in zahlreichen Musical- und Theaterproduktionen mit und entwickelte parallel ihre Leidenschaft für das Figurenspiel, den Bau von Masken und das poetische Erzählen. Heute steht sie mit eigenen Einfrau-Produktionen in der Schweiz und in Deutschland auf der Bühne. Über ihre Theaterarbeit sagt sie: «Meine Stücke sind wie Vollkornbrot – nahrhaft, manchmal nicht leicht zu verdauen, aber immer mit etwas drin, das lange trägt.» Und: «Mich interessiert, wie das Spielerische des Humors und die Tiefe der Poesie zusammenwirken können, um den Blick auf das Wesentliche zu öffnen.» (mgt)
Samstag, 17. Oktober, 20.30 Uhr, Meck, Frick