GV der Aargauischen Jagdaufseher
«Eigentlich hätten wir gerne mehr Felle eingeliefert», sagte Peter Suter, der Vizepräsident der Vereinigung aargauischer Jagdaufseher, am traditionellen Pelzfellmarkt im Gasthof Schützen in Aarau. Für die Jägerinnen und ...
GV der Aargauischen Jagdaufseher
«Eigentlich hätten wir gerne mehr Felle eingeliefert», sagte Peter Suter, der Vizepräsident der Vereinigung aargauischer Jagdaufseher, am traditionellen Pelzfellmarkt im Gasthof Schützen in Aarau. Für die Jägerinnen und Jäger sei es Ehrensache, ein erlegtes Tier zu verwerten, betonte Rudolf Hunziker vom Vorstand, und Peter Suter dürfte seinen Weidkameradinnen und -kameraden aus der Seele gesprochen haben, wenn er feststellte: «Es widerstrebt mir als Jäger, ein erlegtes Tier einfach fortzuwerfen. Das ist auch eine Sache der Einstellung zum Tier.» Mit 52 Fuchs-, zwei Marderfellen und einer Dachsdecke bewegte sich die Anlieferung zwar im Rahmen des Vorjahres. Gemessen an der Zahl der rund 2000 «Reinekes», die gemäss Jagdstatistik 2024 im Aargau erlegt worden waren, erscheint das eher wenig. Nachdem das Absolvieren des Abbalgkurses in der Ausbildung der Jungjägerinnen und Jungjäger inzwischen obligatorisch ist, könnten zwar durchaus wieder vermehrt Fuchsfelle den Weg an den Markt finden. Dem steht aber die geringe Nachfrage nach gegerbten Fellen entgegen.
«Der Verkauf von Fuchsfellen ist gestorben, wir sind am Anschlag», stellte Kurt Friderich von der Gerberei Friderich AG in Zofingen fest, die als einziger Betrieb im Aargau Wildtierfelle verarbeitet. Schweizweit gibt es nur einen weiteren Betrieb, der dieses alte Handwerk ausübt. «Abnehmer für die gegerbten Felle finden sich vor allem bei Schulen für Unterrichtszwecke und in der Mittelaltermarkt-Szene», so Friderich. Fuchs- und Dachsfelle, werden, wie am Markt die Erzeugnisse an einigen Ständen zeigten, auch für modische Accessoires verwendet.
Wechsel im Präsidium
Zur Generalversammlung, die traditionsgemäss im Anschluss an den Pelzfellmarkt stattfindet, und durch eine Bläsergruppe eröffnet wurde, konnte Präsident Rolf Suter 97 Mitglieder und einige Gäste willkommen heissen. Als Nachfolger von Rolf Suter, der seit 1992 im Vorstand der Vereinigung in verschiedensten Funktionen wirkte, wurde Richard Schraner (Fislisbach) gewählt. Vizepräsident Peter Suter würdigte die Verdienste, die sich Rolf Suter um die Jagdaufsicht und die Jagd erworben hat. Rolf Suter wurde von der Versammlung mit Applaus zum Ehrenmitglied ernannt. Die Ehrenmitgliedschaft erhielten ebenfalls Heinz Enderlin (Suhr) für 50 Jahre Einsatz als Jagdaufseher sowie Rainer Klöti, der frühere Präsident von Jagd Aargau. Für 25 Jahre Tätigkeit als Jagdaufseher geehrt wurden Marcel Bächli, Alfred Beyeler, Peter Fischer, Arthur Ingold, Patrick Isler, Jean-Claude Kuttler, Rosmarie Müller, Peter Suter und Alex Rüfenach. (mgt/nfz)