Was wäre, wenn …?
24.05.2026 PersönlichRemo Dora führte diese Frage zu seinem ersten Buch
Er ist Kaufmann, spielt in zwei Heavy-Metal-Bands, malt, gibt Snowboardkurse, hat ein Buch über Abenteuer im alten Ägypten geschrieben und arbeitet gerade an seinem zweiten Buch. Remo Dora hat viel aus seinem Leben zu ...
Remo Dora führte diese Frage zu seinem ersten Buch
Er ist Kaufmann, spielt in zwei Heavy-Metal-Bands, malt, gibt Snowboardkurse, hat ein Buch über Abenteuer im alten Ägypten geschrieben und arbeitet gerade an seinem zweiten Buch. Remo Dora hat viel aus seinem Leben zu berichten und dabei Überraschungen parat.
Petra Schumacher
Remo Dora, Jahrgang 1993, ist in Laufenburg aufgewachsen und hier zur Schule gegangen. Er war viele Jahre bei der SLRG Fricktal aktiv, wurde zweimal Jugendschweizermeister im Rettungsschwimmen und gehörte dem Jugendnationalkader an. Obwohl er aktuell in Muttenz wohnt, fühlt er sich noch immer mit Laufenburg verbunden und begleitet als J+S-Snowboardleiter Laufenburger Schüler regelmässig ins Skilager.
«Die Schatten von Amarna»
Ende 2025 ist Remo Doras erstes Buch «Die Schatten von Amarna» erschienen. Es handelt sich um einen mystischen Abenteuerroman mit ägyptologischer Thematik und historischem Hintergrund, der in der Gegenwart spielt. Der Hauptprotagonist ist ein ehemaliger Archäologiestudent, der in einem tristen Bürojob feststeckt und seine Wochenenden auf Death Metal-Festivals verbringt, um der Leere seines Alltags zu entf liehen. «Gewisse autobiografische Merkmale weist mein Buch auf», verrät Remo Dora. «Ich bin ausgebildeter Speditionskaufmann und arbeite auch heute noch im kaufmännischen Bereich. So trist, wie meine Hauptfigur im Buch, empfinde ich meinen Beruf nicht, aber gewisse routinierte Abläufe gibt es natürlich auch bei mir. Neben der Zahlenwelt interessiere ich mich für vieles und entdecke immer wieder neue Leidenschaften. Als ich Anfang zwanzig war, habe ich an der Migros-Clubschule, per Zufall einen Malkurs gemacht, weil der Fortgeschrittenen Kurs in Spanisch, den ich eigentlich gebucht hatte, ausfiel. Ich habe dann etwa sechs Jahre intensiv gemalt und gezeichnet und konnte in zwei Ausstellungen meine Werke öffentlich zeigen. Musik interessiert mich auch. Seit einigen Jahren bin ich Musiker, also Gitarrist und Sänger in zwei Death Metal-Bands und trete mit den Bands an etwa 15 Konzerten und Festivals pro Jahr in der Schweiz, Deutschland und Grossbritannien auf.»
Neun Monate geschrieben
Zur neuen Leidenschaft gehöre das Schreiben, was er erst vor Kurzem entdeckt hat, erzählt Remo Dora. Zur Schulzeit waren Aufsätze nicht gerade sein Lieblingsthema. Doch seine Freundin hat ihn inspiriert, sich beim Schreiben auszuprobieren. «Als Kind habe ich viel gelesen. Bücher über Tiere, Geschichtsthemen und Geografie fand ich spannend», erzählt der Autor. «Zu der Zeit wollte ich Archäologe werden. Daran habe ich mich wieder erinnert, als ich eine Kulturreise durch Ägypten gemacht habe und vom Land mit seiner Geschichte fasziniert war». Remo Dora hat gemerkt, dass er beim Schreiben viele seiner Interessen und Vorlieben zusammenbringen kann. «Ganz generell begleitet mich oft in meinem Leben die Frage: Was wäre, wenn …? So bin ich auch an das Buch herangegangen und habe mir überlegt, was wäre, wenn die Geschichte von Echnaton noch nicht vollständig erzählt worden wäre.» Anfang und Ende des Buchs waren schnell auf dem Papier, berichtet der Autor. Für den Mittelteil habe er viel gelesen und recherchiert. Insgesamt neun Monate habe er am Buch geschrieben und viele weitere Monate brauchte es, bis das Buch schliesslich veröffentlicht war, da der Einstieg in den Buchmarkt als Neuling ein schwieriges und teures Unterfangen ist.
Von Ägypten nach Papua-Neuguinea
«Als ich das gedruckte Buch in den Händen hielt, war ich unendlich stolz», sagt Remo Dora. Natürlich war da auch Anspannung dabei, als die ersten Reaktionen auf das Buch eintrafen. Mit den Anmerkungen konnte er gut umgehen, zum Glück war kein völliger Zerriss dabei, berichtet der Buchautor. Das Buchprojekt schliesst Remo Dora mit einer positiven Bilanz ab. Es habe Spass gemacht, eine spannende Thematik zu erfinden und dabei in fremde Abenteuer abzutauchen, Personen mit eigenen Charakteren und Lebensgeschichten zu erschaffen und das alles in einer Geschichte zusammenzufügen. «Ich habe gemerkt, dass mir das Schreiben viel gibt», so der Autor. «Mein Alltag ist klar strukturiert, so wie es die Zahlenwelt, in der ich mich bewege, ja auch ist. Die Musik und das Schreiben sind der Gegenpol für mich.» Und so verwundert es kaum, dass Remo Dora von einem zweiten Buch berichtet, an dem er gerade schreibt. «Die Frage: ‹Was wäre wenn …?› zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben und ist auch Ausgangspunkt für mein zweites Buch. Die Grundfrage hier lautet: Was wäre, wenn es eine bisher noch nicht entdeckte menschliche Spezies geben würde? Nach der Wüste Ägyptens zieht es mich jetzt in den Regenwald von Papua-Neuguinea.»
Für Überraschungen gut
Was Remo über das neue Buch erzählt, überrascht dann doch. «Natürlich kommt auch im neuen Buch wieder etwas vor, das mit meiner Person zu tun hat. In diesem Fall sind es Reptilien.» Als Kind haben ihn Dinosaurier fasziniert, berichtet Remo Dora. Aus dieser Begeisterung heraus hat er einige Jahre lang Reptilien gezüchtet. «Ich hatte etwa sechzehn Terrarien in drei Räumen und habe beispielsweise ostafrikanische Langschwanzeidechsen gezüchtet.» Weil das zu zeitaufwändig war, hat er die Züchtung eingestellt und besitzt aktuell nur noch einige Stachelschwanzwarane, Leopardgeckos und Königspythons. Welche dieser Reptilien im Buch einen Platz finden werden, verrät der Autor nicht. «Gwundrig» darf man sein, welche weitere Überraschung aus seinem Leben Remo Dora dann, wenn es ein drittes Buch gibt, parat haben wird.

