Die Theaterwerkstatt Rheinfelden arbeitet an einem neuen Stück, das Eeva Szeszak geschrieben hat. Am 12. Juni wird die Premiere von «Lisa» gefeiert. Die NFZ hat bei den Proben reingeschaut.
Valentin Zumsteg
«Es geht darum, dass man niemals aufgeben soll. Die Dinge können sich ...
Die Theaterwerkstatt Rheinfelden arbeitet an einem neuen Stück, das Eeva Szeszak geschrieben hat. Am 12. Juni wird die Premiere von «Lisa» gefeiert. Die NFZ hat bei den Proben reingeschaut.
Valentin Zumsteg
«Es geht darum, dass man niemals aufgeben soll. Die Dinge können sich zum Positiven wenden. Das ist eine Botschaft, die Teenagern Hoffnung geben kann», erklärt Eeva Szeszak über ihr neues Stück «Lisa». Sie hat es im vergangenen Herbst geschrieben und ganz viel Autobiographisches reingepackt. Ihre Erfahrungen aus der Teenagerzeit sind eingeflossen. «Es ist wohl das persönlichste Stück, dass ich je geschrieben habe. Es ist die Geschichte eines persönlichen Werdegangs», erklärt die kreative Leiterin der Theaterwerkstatt Rheinfelden, die auch die Regie führt.
Musik und Tanz
Derzeit laufen in der Kapuzinerkirche die Proben, die NFZ hat einen Augenschein genommen. Die elf Mitglieder der Jugend- und Erwachsenengruppe der Musikschule Rheinfelden und der Theaterwerkstatt Rheinfelden erarbeiten das Stück mit viel Engagement und Herzblut. Die Schauspielerinnen und Schauspieler sind zwischen 14 und 60 Jahren alt.
Im Zentrum der Geschichte steht Lisa (Tiffany Krause), die auf ihre Zeit als Teenagerin zurückblickt. In einem Monolog erzählt sie, wie es ihr in jungen Jahren ergangen ist. Diese Erzählung wird unterbrochen von Szenen aus ihrem Leben, die mit Musik und Tanz gespickt sind. Da wird das Leben kurz zum Musical.
«Die Mutter ist überfordert, der Vater kümmert sich zu wenig», schildert Eeva Szeszak. Die Situation eskaliert und Lisa geht in eine Psychotherapie. «Was ist bloss mit den Leuten los?», diese Frage stellt sich nicht nur die Hauptperson, sondern auch die Autorin. In der einen oder anderen Form kommt der Satz in verschiedenen ihrer Stücke vor.
Positives Ende
Das Ende ist aber hoffnungsvoll: Als junge Frau erkennt Lisa, dass sie durch die negativen Erfahrungen, die sie mit der Familie und der Aussenwelt gemacht hat, wachsen kann. Sie merkt, dass sie geliebt wird und kein Opfer sein muss. Und sie stellt fest, dass sie überhaupt nicht langweilig ist, wie sie von sich selbst manchmal denkt, sondern im Gegenteil sehr witzig und fantasievoll. «Dieses Stück bietet viele Anknüpfungspunkte. Es dreht sich zwar um Jugendliche, spricht aber Erwachsene genauso an. Sei es, dass sie an ihre eigene Jugend zurückerinnert werden, oder an ihre jetzige Situation als Eltern, Grosseltern oder Lehrpersonen», erklärt Eeva Szeszak. Am 12. Juni ist Premiere.
Die Theaterwerkstatt Rheinfelden zeigt «Lisa» im Schützenkeller Rheinfelden. Aufführungsdaten: Freitag, 12. Juni, 20 Uhr; Samstag, 13. Juni, 20 Uhr; Sonntag, 14. Juni, 19 Uhr; Freitag, 19. Juni, 20 Uhr; Samstag, 20. Juni, 20 Uhr; Sonntag, 21. Juni, 19 Uhr. Türöffnung: jeweils 30 Minuten vor Aufführungsbeginn. Sitzplätze begrenzt. Vorreservation via funtbirro@bluewin.ch oder Tel. 061 841 01 89.