Was für ein Finale!

  15.09.2026 Sport, Sport

Fabienne Hoenke brilliert auch in Budapest: Olympiasiegerinnen, Weltmeisterinnen, Diamond-League-Gewinner und die Besten der Weltrangliste versammelten sich am Wochenende zum Finale auf der ganz grossen Leichtathletik-Bühne. Mittendrin und erst noch im 200-Meter-Final: Fabienne Hoenke aus Möhlin.

Es war die «Crème de la Crème» der Leichtathletik, die sich in Budapest zum Saisonfinale an den erstmals durchgeführten Ultimate Championships präsentieren durfte. Dass Fabienne Hoenke aus Möhlin in diesem illustren Kreis einen Startplatz über die 200 Meter erhalten hat, verdankt sie ihrer phänomenalen Saison: EM-Vierte in Birmingham über die 200m (22,46 Sekunden, persönliche Bestzeit, im EM-Halbfinal), Vize-Europameisterin mit der 4x100m-Frauenstaffel, Siegerin am Meeting «Weltklasse in Zürich» in 22,53 Sekunden – um nur ein paar der Höhepunkte zu erwähnen.

«Es ist unglaublich»
Dass sie sich an diesem ultimativen Event in Ungarns Hauptstadt für den Final qualifizieren könnte, damit habe sie wirklich nicht gerechnet, meinte die 22-Jährige überwältig t und strahlend nach dem 200-Meter-Final im Interview mit SRF. «Es ist unglaublich und hat mega Spass gemacht.» Es sei schwierig, Worte zu finden, für das, was sie erlebe.

Mit 22,74s lief Hoenke im Final ein weiteres beeindruckendes Rennen; nur zwei Hundertstelsekunden langsamer als im Halbfinal, wo sie sich mit unbändigem Willen und Kampfgeist den vierten (Qualifikations-)Rang erkämpft hatte. Gewonnen wurde der 200-Meter-Lauf von der US-amerikanischen Olympiasiegerin Gabrielle Thomas. Sie siegte mit der Jahresweltbestleistung von 21,47 Sekunden. Auch wenn die Konkurrentinnen aus den USA, Grossbritannien und Jamaika für Hoenke noch unerreichbar sind, die Fricktalerin, neben Amy Hunt die einzige Europäerin, bewies einmal mehr, wie nah sie der absoluten Weltspitze in dieser Saison gerückt ist.

World Athletics wagte beim Mega-Event ein Experiment. Von Freitag bis Sonntag gab es in Budapest jeweils am Abend während drei Stunden fast nur Entscheidungen und kaum sich überschneidende Wettkämpfe. Das Ziel: Ein grösseres Publikum soll sich für die Leichtathletik begeistern und die Attraktivität des Sports steigern. (sir)


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