Was die Jugend dazu sagt: Zwischen Lehre und Leidenschaft – was Sport und Beruf verbindet

  25.09.2026 Kolumne

Gedanken von Leonie Birri (17) aus Gipf-Oberfrick

Mein Alltag besteht aus zwei Welten: Büro und Sportplatz. Ich absolviere meine KV-Lehre am GZF und bin im 3. Lernjahr. Gleichzeitig mache ich die Berufsmaturität und spiele Rollhockey in Gipf-Oberfrick, meinem Wohnort. Seit Kurzem bin ich zudem Teil der Schweizer Nationalmannschaft der Damen – für mich eine grosse Ehre und eine spannende Herausforderung.

Am GZF schätze ich besonders die Abwechslung. Als KV-Lernende darf ich sechs verschiedene Abteilungen kennenlernen und erhalte Einblicke in unterschiedliche Bereiche. Jeder Wechsel bringt neue Aufgaben, Herausforderungen und Menschen mit sich. Ich habe riesige Freude, Teil des GZF sein zu dürfen, und bin dankbar, von so vielen tollen Menschen umgeben zu sein. Was meine Lehre und den Sport verbindet, sind vor allem Disziplin, Teamarbeit und Verantwortung. Im Rollhockey hat jede Spielerin ihre Aufgabe und muss sich auf die anderen verlassen können. Auch im Berufsalltag arbeite ich mit verschiedenen Menschen zusammen, muss mich auf neue Situationen einstellen und meinen Teil zu einem gemeinsamen Ziel beitragen.

Auch Durchhaltevermögen ist in beiden Bereichen wichtig. Im Sport wird man nicht von heute auf morgen besser. Fortschritte entstehen durch Training, Fehler und die Bereitschaft, weiterzumachen. Das gilt auch für die Lehre und Berufsmaturität. Der Sport hat mich gelehrt, dranzubleiben und aus Fehlern zu lernen – eine Einstellung, die mir auch in der Ausbildung hilft.

Mein grosses Ziel mit der Nationalmannschaft ist es, eines Tages an einer Europa- oder Weltmeisterschaft teilzunehmen. Internationale Erfahrungen konnte ich bisher noch keine sammeln, doch genau das motiviert mich, weiter an mir zu arbeiten. Auch mit meinem Verein möchten wir in der Schweizer Meisterschaft weiterhin vorne mitspielen.

Lehre, Berufsmaturität und Sport zu verbinden, verlangt eine gute Organisation. Trainings finden unter der Woche statt, die Spiele am Wochenende. Dazwischen müssen Arbeiten erledigt und Prüfungen vorbereitet werden. Deshalb habe ich gelernt, meine Zeit bewusst einzuteilen und Prioritäten zu setzen.

Für mich sind Lehre und Sport keine getrennten Bereiche. Sie ergänzen sich. Was ich im Sport lerne, hilft mir im Berufsalltag – und die Erfahrungen aus der Lehre nehme ich mit auf den Sportplatz. Genau diese Verbindung macht meinen Alltag manchmal anspruchsvoll, aber vor allem abwechslungsreich und wertvoll.

Leonie Birri ist 17 Jahre alt und wohnt in Gipf-Oberfrick. Sie macht eine Lehre als kaufmännische Angestellte beim Gesundheitszentrum Fricktal.


Image Title

1/10

Möchten Sie weiterlesen?

Ja. Ich bin Abonnent.

Haben Sie noch kein Konto? Registrieren Sie sich hier

Ja. Ich benötige ein Abo.

Abo Angebote