Übung der Jugendfeuerwehren der Regio Rheinfelden
Die Übungsanlage war folgende: vor den Klassenund Lehrerzimmern des Schulhauses Robersten in Rheinfelden ist ein Auto in Brand geraten. Rauch ist in die Korridore des Schulhauses eingedrungen. Um den heftigen (supponierten) Autobrand zu ...
Übung der Jugendfeuerwehren der Regio Rheinfelden
Die Übungsanlage war folgende: vor den Klassenund Lehrerzimmern des Schulhauses Robersten in Rheinfelden ist ein Auto in Brand geraten. Rauch ist in die Korridore des Schulhauses eingedrungen. Um den heftigen (supponierten) Autobrand zu bekämpfen, wird der Löschroboter der Firma Roche eingesetzt.
Edi Strub
Löschroboter sind neben Drohnen das Neuste, was Feuerwehren bei der Bekämpfung von Bränden einsetzen können. Kürzlich kam der Löschroboter von Roche beim Brand in einer Halle der Firma Thommen in Kaiseraugst zum Einsatz. Die Halle drohte einzustürzen, Feuerwehrleute durften sie nicht mehr betreten. Dank des Roboters kam die Feuerwehr dennoch nahe an den Brandherd heran. Mit den Kameras und Wärmesensoren des Roboters konnte der Einsatz des Löschmittels remote gelenkt und überwacht werden. Der Roboter hält Temperaturen bis tausend Grad aus und kann zum Beispiel Trümmer und Fahrzeuge, die den Löscheinsatz behindern, wegschieben. Der Roboter kann mit speziellen Sensoren auch erkennen, wenn eine Explosion droht. Der Operateur hat die Situation dank den vier Kameras und den verschiedenen Sensoren jederzeit im Griff, auch wenn er mit dem Roboter möglicherweise keinen direkten Sichtkontakt mehr hat. Bei der Übung der regionalen Jugendfeuerwehren konnten sich die Nachwuchsleute und die zahlreichen Beobachter von den Vorteilen eines solchen Geräts überzeugen. Es zeigte auf, welche Möglichkeiten moderne Feuerwehrtechnik bietet. Nicht jede Feuerwehr wird einen solchen Roboter anschaffen können. Er kostet in der Grundausstattung rund dreihunderttausend Franken. Hergestellt wird das unter der Bezeichnung Colossus bekannte Gerät von der Firma Shark in Frankreich. Der Roboter kann mit Zusatzausrüstung auch zum Transport von Material und Verletzten oder zur Entrauchung von Gebäuden mit einem Gebläse verwendet werden.
Junge Retter im Training
Teilgenommen an der Übung in Rheinfelden haben 25 Jungfeuerwehrleute. Insgesamt gibt es in den Gemeinden der Regio Rheinfelden 35 Jugendliche, die regelmässig an solchen Übungen teilnehmen und dabei nach und nach zu vollwertigen Einsatzkräften heranwachsen. Angeleitet werden sie von älteren erfahrenen Feuerwehrleuten. Konzipiert und kommandiert wurde die Übung vom Samstag von jungen Feuerwehrleuten, die bis vor Kurzem ebenfalls noch in den Reihen der Jungfeuerwehren standen. Joël Lässer, der neue für die Feuerwehr in Rheinfelden zuständige Stadtrat, lobte den Einsatz der Jugendlichen und deren Ausbildner. Besonders gefallen habe ihm, dass auch junge Leute aus Badisch Rheinfelden an der Übung teilnahmen. Es gehe hier nicht um Grenzen, sondern um einen effizienten Einsatz und um eine gute Ausbildung des Nachwuchses. Alle jungen Feuerwehrleute konnten in einer Pause vor dem Znüni einer Vorführung der Einsatzmöglichkeiten des Roboters beiwohnen. Auch spontan Vorbeigekommenen wurde der Roboter und das Steuergerät im Einsatz gezeigt.