Waldumgang Forst & Dienste Laufenburg-Gansingen
Am Waldumgang der Forst & Dienste Laufenburg-Gansingen wurde über den Strassenunterhalt von Flurwegen informiert. Ebenfalls konnte die Jagdgesellschaft Sulz/Laufenburg das jagdliche Handwerk, die Ausbildung und eine Hundeübung ...
Waldumgang Forst & Dienste Laufenburg-Gansingen
Am Waldumgang der Forst & Dienste Laufenburg-Gansingen wurde über den Strassenunterhalt von Flurwegen informiert. Ebenfalls konnte die Jagdgesellschaft Sulz/Laufenburg das jagdliche Handwerk, die Ausbildung und eine Hundeübung präsentieren.
Am 19. September hat Forst & Dienste Laufenburg-Gansingen zum diesjährigen Waldumgang im Laufenburger Ortsteil Sulz eingeladen. Zahlreiche Interessierte besammelten sich vor der Mergelgrube Egghalde in Sulz. Das Forstteam begrüsste die Anwesenden, bevor es auf den spannenden Rundgang von der Grube bis zur Flurstrasse ging. Bereits zum sechsten Mal findet der Waldumgang unter Forst & Dienste statt und zum sechsten Mal sind weit über 100 interessierte Teilnehmende, darunter auch Gäste, dabei.
Start des Rundgangs war in der Grube, die seit 1996 als Kleinabbaustelle im Betrieb ist. In Sulz hat der Abbau von Mergel in dieser Form seinen Ursprung sogar noch weiter zurück. Im Gebiet der Talhalde wurde 1989 erstmals abgebaut. Die Firma Mühlebach demonstrierte ihre Brechanlage eindrücklich. Diese Anlage kann rund 100 Kubikmeter Mergel pro Stunde aufarbeiten. In der Grube Egghalde sind im Jahr 2026 total 3000 Kubikmeter Abbau eingeplant. Förster Andreas Bühler erklärte anhand der effektiven Kosten die Wichtigkeit einer eigenen Grube in der Gemeinde. «In Gansingen haben wir bereits vor zwei Wochen den gleichen Prozess mit 1500 Kubikmetern Abbau durchlebt. Die Materialkosten können so deutlich gesenkt werden.» Mit dem Pneulader wurde gleich ein LKW beladen, der das Material auf die Strasse transportiert. «Wir sind hier auf sehr gute Fahrer angewiesen, die teilweise einige 100 Meter rückwärtsfahren müssen», so Bühler. Vom LKW aus wird das Kiesgemisch in eine Mulde gekippt, die dann gezogen werden kann. So wird der Kies in der gewünschten Dicke auf der Strasse aufgetragen.
Sobald ein Abschnitt bereit liegt, wird mit einem Gräder das Material auf der Strasse verteilt. Dabei kann die Maschine die nötige Neigung und Profilierung erstellen. Nach der Profilierung wird mit entsprechendem Gerät die Strasse verdichtet. Beat Senn erklärte den Besuchern, dass dabei die Fahrgeschwindigkeit entscheiden ist. Er fährt jede Strasse dreimal ab, bis sie fertig einvibriert ist. «Würde man die Luftdistanz nehmen, erreichten wir den Schachen Aarau.»
Weitere spannende Posten
Der nächste Posten beim Waldumgang war dem traditionellen Baumporträt gewidmet. Elias Hürlimann erläuterte unter einem grossen Nussbaum der Bevölkerung die Eigenschaften dieses Baumes. Der Walnussbaum wird als klimafitte Baumart in unserer Region betrachtet. In solch trockenen Jahren ist das beinahe saftgrüne Laub deutlich vitaler als andere Baumarten.
Beim letzten Posten informierte die Jagdgesellschaft Sulz über das jagdliche Handwerk, die zweijährige Ausbildung zum Jungjäger und zeigte eine spannende Hundeübung. Dabei kamen auch das Jägerlatein und das Brauchtum nicht zu kurz.
Im Anschluss an den Waldumgang wurde auf dem Sulzerberg von Forst & Dienste das Nachtessen offeriert und man durfte den Abend gemütlich ausklingen lassen. (mgt)