Vier Trümpfe für die erste Liga

  08.02.2026 Möhlin, Sport

Im 1. Liga-Team von Volley Möhlin spielen Deborah Bertoli, Fiona Bopst, Olisa Schmidtseifer und Svetlana Le Ralle auf der Position «Annahme-Aussen». Sie sind ein unverzichtbarer Teil im Spielaufbau und wichtige Punktelieferantinnen.

Regula Rügge

Deborah Bertoli (23) fehlte in der Vorrunde. Sie absolvierte ein Auslandsemester an der Lawrence Technological University in Detroit, wo sie Teil des Volleyballteams war. «Das Semester in den USA erwies sich als bereichernd.» Auch sportlich profitierte sie enorm. «Der Collegesport hat einen hohen Stellenwert und ist entsprechend professionell organisiert. Bereits vor Saisonbeginn standen mehrere Wochen intensiver Vorbereitung auf dem Programm. Wir absolvierten zwei Trainingseinheiten pro Tag und spielten Turniere an den Wochenenden, die uns in andere Bundesstaaten führten. Die Möglichkeit, ein Studium mit leistungsorientiertem Sport auf hohem Niveau zu verbinden, ist einzigartig.» Aktuell studiert Bertoli Wirtschaftswissenschaften an der Universität Basel.

Ambitionierte Leistungsträgerin
Bereits die dritte Saison läuft Fiona Bopst (20) bei Volley Möhlin auf. Sie hat einst beim VBC Gelterkinden begonnen, zwei Jahre war sie Mitglied im Regionalen Trainingszentrum Basel und spielte eine Saison bei Sm’Aesch Pfeffingen. Sie besucht die Sportklasse am Gymnasium Liestal. Das Nachwuchstalent ist noch Trainingsgast bei City Volley Basel und erklärt: «Ich liebe es, auf der Position Annahme-Aussen zu spielen, da sie sehr vielseitig ist. Die Herausforderungen sind für mich die vielen Aspekte beim Angriff. Der Anlauf, das Timing, der Pass und der Treffpunkt des Balls müssen perfekt stimmen, damit ich meine ganze Energie in den Angriff stecken kann. Erschwerend ist der Block, der je nach Team, Taktik des Gegners und Spielerin anders ist. Auf meiner Position erhalte ich häufig auch Pässe aus geretteten Bällen der Verteidigung, die dann aus einem sehr steilen Winkel zum Netz gespielt werden. Ich arbeite zurzeit daran, in dieser Situation den Ball richtig einzuschätzen und den passenden Schlag zu finden, der zum Punkt führt.»

Fokussiert und mental bereit
Olisa Schmidtseifer (22) stiess diese Saison zum Team. Auf ihrer Position liegt für sie die grösste Schwierigkeit in der mentalen Belastung bei der Serviceannahme. «Bei der Serviceannahme tragen wir viel Verantwortung. Spielen wir den Ball nicht präzis zur Spielmacherin, hat sie nicht mehr alle Angriffsvarianten zur Verfügung. Besonders wichtig sind präzise Absprachen im Annahmeriegel, damit klar ist, wer welchen Bereich abdeckt. Im Weiteren müssen wir mental bereit, fokussiert und selbstbewusst auf dem Feld stehen.»

Von Paris nach Möhlin
Aufgrund einiger Verletzungen plagten Coach Monique Lindemann seit Saisonstart Personalsorgen. Umso erfreulicher war die Anfrage von Svetlana Le Ralle, die einen Platz in einem Team suchte und erst einige Wochen mittrainiert. Die 25-jährige Französin ist in Fontenay-lès-Briis, einem kleinen Dorf in der Nähe von Paris, aufgewachsen. Sie spielte unter anderem bei Paris Volley. 2023/24 war sie beim VfB Ulm unter Vertrag. Sie arbeitet an ihrem Doktortitel in Biostatistik an der Universität Basel. Die Mittelblockerin freut sich: «Volley Möhlin habe ich gewählt, weil hier eine hohe Trainingsqualität herrscht. Ich bin glücklich, dass ich im Team mitten in der Saison so herzlich aufgenommen wurde.»

Am Samstag, 7. Februar, werden die vier wichtigen Punktelieferantinnen mit ihrem Team um 16 Uhr im Steinli gegen die Drittplatzierten von Volley Köniz antreten. Sie freuen sich auf lautstarke Unterstützung der Fans.


Image Title

1/10

Möchten Sie weiterlesen?

Ja. Ich bin Abonnent.

Haben Sie noch kein Konto? Registrieren Sie sich hier

Ja. Ich benötige ein Abo.

Abo Angebote