Viel beanspruchter Strassenabschnitt wird saniert
06.10.2026 BrennpunktDie K462 vom Ortsausgang Kaisten bis zur Dürrenbächlistrasse in Laufenburg weist deutlichen Sanierungsbedarf auf. Frühestens 2028 könnten die Bauarbeiten beginnen – nach heutigem Stand ohne Vollsperrung.
Susanne Hörth
Die Kantonsstrasse K462 zwischen Kaisten und Laufenburg ...
Die K462 vom Ortsausgang Kaisten bis zur Dürrenbächlistrasse in Laufenburg weist deutlichen Sanierungsbedarf auf. Frühestens 2028 könnten die Bauarbeiten beginnen – nach heutigem Stand ohne Vollsperrung.
Susanne Hörth
Die Kantonsstrasse K462 zwischen Kaisten und Laufenburg ist stark belastet und in die Jahre gekommen. Nun liegt ein Sanierungsprojekt vor, das sowohl den Ausserortsabschnitt zwischen Kaisten und Laufenburg als auch einen angrenzenden Innerortsbereich in Laufenburg umfasst. Wie wichtig diese Verbindung im Alltag ist, zeigt ein Blick auf das Verkehrsaufkommen: Durchschnittlich rund 5100 Fahrzeuge nutzen die Strasse pro Tag. Der Schwerverkehrsanteil beträgt über das ganze Jahr zirka vier Prozent. Im Vergleich zur Rheintalstrasse ist dies laut Manuel Corpataux, Gemeindeschreiber von Kaisten, rund ein Drittel des Verkehrsaufkommens.
Bis Ende vergangener Woche lagen die Baugesuche auf den Verwaltungen von Kaisten und Laufenburg öffentlich auf. Das Projekt ist in zwei Abschnitte gegliedert: Der Ausserortsbereich erstreckt sich von Kaisten bis zur Werkstrasse in Laufenburg über rund 1200 Meter. Der Innerortsbereich liegt vollständig auf Laufenburger Boden und führt von der Werkstrasse bis zur Dürrenbächlistrasse über rund 480 Meter. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 4,845 Millionen Franken. Davon entfallen 2,2 Millionen Franken auf den Innerortsbereich und 2,645 Millionen Franken auf den Ausserortsbereich.
Die aufgestellten Profile zeigen, dass für die Sanierung auch Landerwerbsverfahren nötig sind. Nach Angaben von Stefano Donatiello, kantonaler Kreisingenieur, verliefen die Gespräche mit den betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern im Vorfeld positiv. «Das Projekt stösst grundsätzlich auf eine gute Akzeptanz», sagt Donatiello. Während der Auflagefrist seien in Kaisten keine Einsprachen eingegangen, erklärt Manuel Corpataux.
Die Massnahmen
Geplant ist, den Belag zwischen Kaisten und Laufenburg vollständig zu ersetzen. Im Innerortsabschnitt soll ein lärmoptimierter Belag eingebaut werden. Ausserorts wird die Strasse zudem von heute 5,80 Metern auf eine konstante Breite von 6,50 Metern verbreitert. Innerorts bleibt die Kernfahrbahn mit einer Breite von 7 Metern bestehen.
Neben der Fahrbahn werden auch weitere Elemente angepasst, erklärt Stefano Donatiello: Die Bushaltestellen werden gemäss Behindertengleichstellungsgesetz umgebaut und erhalten Personenunterstände. Die Gehwege werden mit einem neuen Belag versehen.
Für den Langsamverkehr ist am Anfang von Kaisten zudem eine Querungshilfe in Form einer Mittelinsel vorgesehen. Damit sollen Fussgängerinnen, Fussgänger und Velofahrende die Strasse künftig in zwei Etappen queren können.
Baubeginn frühestens 2028
Wann die Arbeiten starten, hängt laut Donatiello unter anderem von möglichen Einwendungen im Rahmen der Projektauf lage ab. «Im optimalen Fall kann frühestens 2028 mit den Bauarbeiten begonnen werden», erklärt der Kreisingenieur. Der genaue Zeitpunkt sei zudem mit der Stadt Laufenburg abzusprechen.
«Wir gehen im Moment davon aus, dass die Bauarbeiten ohne Vollsperrung durchgeführt werden können. Der Verkehr wird mittels Lichtsignalanlage geregelt», geht er auf eine entsprechende Frage ein. Zum bestehenden Veloweg führt er an, dass hier keine Massnahmen angedacht sind. Ausgangs Kaisten müssen Fussgänger und Velofahrer die Strasse zu diesem Veloweg queren. Da entstehen teils gefährliche Situationen. Hierzu fügt Donatiello an, dass für mehr Sicherheit für den Langsamverkehr eine Querungshilfe – eine Mittelinsel – erstellt wird. So können die Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrenden die Strasse in zwei Etappen queren.

