Was in den Jugendtreffs gewachsen ist, kommt übermorgen Samstag gross raus: Das grenzüberschreitende Projekt «Hörmalrhein» findet auf der Möhliner Allmend seinen krönenden Abschluss.
Ronny Wittenwiler
Peter Geiselhart fasste es einmal in einem wunderbaren Gedanken zusammen. ...
Was in den Jugendtreffs gewachsen ist, kommt übermorgen Samstag gross raus: Das grenzüberschreitende Projekt «Hörmalrhein» findet auf der Möhliner Allmend seinen krönenden Abschluss.
Ronny Wittenwiler
Peter Geiselhart fasste es einmal in einem wunderbaren Gedanken zusammen. Und Geiselhart ist noch immer an Bord, genauso Bettina Ludwig. Er vom Rheinfelder Trägerverein «Schjkk» für Schüler-, Jugend- und Kinderkultur, sie von der Offenen Jugendarbeit Möhlin (JAM). Beide gehören sie zu den treibenden Kräften des Projekts «Hörmalrhein», das am Samstag auf der Möhliner A llmend seinen krönenden Abschluss findet.
Darum geht es
Innerhalb eines Jahres haben Kinder und Jugendliche dies- und jenseits des Rheins Kreatives entstehen lassen. Eine Besonderheit von «Hörmalrhein»: Die Beiträge können jeweils im Internet eingesehen werden. Doch wie es sich zu einem grossen Finale nun mal eben auch gehört, kommen manche dieser Beiträge jetzt in Echtzeit auf die Bühne. Zum ersten Mal überhaupt sind die Macher von «Hörmalrhein» hierfür zu Gast am Kinder- und Jugendfest in Möhlin.
Wenn also übermorgen Samstag auf der Allmend ab 11 Uhr die grosse Sause startet, so sind, eingebettet in ein ohnehin vielseitiges Rahmenprogramm, ab 15 Uhr die Live-Auftritte aus dem «Hörmalrhein»-Projekt geplant. Und vielleicht wird sich dann auch Peter Geiselhart selbst an diesen wundervollen Gedanken erinnern, den er einmal so treffend zusammengefasst hatte: Damals, vor fünf Jahren, steckte «Hörmalrhein» noch in den Kinderschuhen und genau dort sollte es auch bleiben. Denn verändert hat sich am Grundgedanken rein gar nichts. Hauptakteure bleiben Kinder und Jugendliche, die von sich hören lassen, Botschaften transportieren. In Form von Musik etwa, von Tanz, und ja: selbst ein Hörspiel zum Thema Tierschutz ist dieses Mal entstanden.
Ein Miteinander
Alles in allem sind wieder etwa achtzig Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis siebzehn Jahren dem Aufruf gefolgt und haben sich am Projekt «Hörmalrhein» in irgendeiner Form beteiligt. Ganz wichtig dabei: Es ist kein Wettbewerb. «Es geht nicht darum, dass irgendjemand als Bester gewählt wird», sagt Bettina Ludwig. «Wir wollen eine Bühne sein für alle und für alle Arten von Kreativität.» Dazu gehört auch, dass die Kinder und Jugendlichen mit ihren Ideen unterstützt werden, gerade auch dann, wenn die Umsetzung vielleicht mal ins Stocken gerät. Geiselhart erklärte dazu einmal: «Wir organisieren dann zum Beispiel aus dem zur Verfügung stehenden Budget den Tanzlehrer, der mit der Gruppe eine passende Choreografie einstudiert.» Man darf entsprechend gespannt sein; dann, wenn die Kinder und Jugendlichen in Möhlin auf der Bühne zeigen, was sie in den vergangenen Monaten alles haben entstehen lassen.
«Ich glaube, das prägt fürs Leben»
Die mittlerweile vierte Ausgabe von «Hörmalrhein: Mach dein Ding» steht unter dem Motto «Lautstarkliebe – Jugend für Gerechtigkeit». Zum Projektauftakt, auch das hat sich so eingespielt, ist dafür ein eigener Titelsong entstanden (auch dieser ist im Internet abrufbar). Bevor es übermorgen Samstag zum gemeinsamen Projektabschluss kommt, sitzen die Macher im Möhliner Jugendtreff zusammen an einem Tisch. Es kribbelt. Und vielleicht geistert bei Peter Geiselhart dieser Tage auch ein wenig dieser Gedanke herum, den er einmal so treffend formuliert hatte: «Wer als junger Erwachsener einmal zurückblickt und feststellt, wie er einst Mut und Vertrauen fasste, etwas ausprobierte – vielleicht als Zehnjähriger in einem Tonstudio zu stehen und seinen eigenen Song aufzunehmen – ich glaube, das prägt nachhaltig fürs Leben.»
www.hoermalrhein.com