Für eine generelle Entwarnung sei es zu früh, betont Fricks Gemeindeschreiber Michael Widmer auf die Frage nach der Bedeutung des positiven Jahresabschlusses 2025 der Einwohnergemeinde. Ein wichtiges Ziel des Gemeinderats aber sei erreicht.
Simone Rufli
Am vergangenen ...
Für eine generelle Entwarnung sei es zu früh, betont Fricks Gemeindeschreiber Michael Widmer auf die Frage nach der Bedeutung des positiven Jahresabschlusses 2025 der Einwohnergemeinde. Ein wichtiges Ziel des Gemeinderats aber sei erreicht.
Simone Rufli
Am vergangenen Freitag konnte man in der NFZ lesen, dass Frick dank einer Selbstfinanzierung von über 4,51 Millionen Franken, erwirtschaftet im vergangenen Jahr, die Aussenschulden um 3,78 Millionen Franken abbauen konnte. Gemäss Gemeindeschreiber Michael Widmer ist der Grad der Selbstfinanzierung ein entscheidender Faktor in Bezug auf Fricks finanzielle Zukunft. «Der Gemeinderat hat immer betont, dass eine Selbstfinanzierung zwischen 4,0 und 4,5 Millionen Franken nötig ist, damit die anstehenden grossen Investitionen Mehrzweck halle, Bahnhof, Schwimmbad ohne Neuverschuldung getätigt werden können.» Die Frage sei, ob es gelinge, diesen Wert beizubehalten.
Ausschlaggebend für die Mehreinnahmen bei den Steuern seien die zahlreichen hochwertigen Wohnungen, die kürzlich bezogen werden konnten. «Um sich eine solche Wohnung leisten zu können, ist eine entsprechende Wirtschaftskraft nötig, was sich positiv auf die Steuereinnahmen der Gemeinde auswirkt. Dazu kommt, dass Frick in letzter Zeit einwohnermässig stark gewachsen ist. Wir zählen aktuell rund 6150 Einwohnerinnen und Einwohner.» Der Gemeinderat sei deshalb «verhalten optimistisch», dass sich das Wachstum auch im laufenden Jahr positiv auf die Steuererträge auswirke.
Grundsätzlich aber sei es schwer, Prognosen abzugeben, so Michael Widmer. «Welche Auswirkungen Änderungen beim Steuergesetz, die Abschaffung des Eigenmietwerts und allenfalls die Einführung der Individualbesteuerung haben werden, lässt sich zurzeit nicht vorhersagen. Ebenso die Auswirkungen der kriegerischen Ereignisse auf die weltweiten Lieferketten und die wirtschaftliche Entwicklung.» Erfreulich sei – neben den Mehreinnahmen bei den Steuern und dem Schuldenabbau – dass die Pf legekosten im 2025 nicht weiter gestiegen seien, nachdem diese in den letzten zehn Jahren sehr stark nach oben gingen. «Andererseits stellen wir bereits jetzt fest, dass die tieferen Kosten im Sozialbereich nur vorübergehender Natur sind. Die Zahl der Unterstützungsfälle wird nicht weiter sinken.»
«Es wäre natürlich sehr positiv», so Michael Widmer, «wenn dieser Rechnungsabschluss die Schwalbe wäre, die den finanziellen Frühling in Frick ankünden würde.»