Was geschieht, wenn der Partner, der bisher alle finanziellen Angelegenheiten geregelt hat, plötzlich ausfällt oder stirbt? Mit dieser Frage setzten sich Interessierte auseinander. Eingeladen hatten die «Senioren für Senioren Möhlin» gemeinsam mit der Budget- und Schuldenberatung ...
Was geschieht, wenn der Partner, der bisher alle finanziellen Angelegenheiten geregelt hat, plötzlich ausfällt oder stirbt? Mit dieser Frage setzten sich Interessierte auseinander. Eingeladen hatten die «Senioren für Senioren Möhlin» gemeinsam mit der Budget- und Schuldenberatung Aargau-Solothurn.
Als Referentin führte Elisabeth Ettlin durch den Nachmittag. Sie kennt die Herausforderungen aus langjähriger Tätigkeit im Sozialamt sowie bei der Budget- und Schuldenberatung Aargau-Solothurn – und aus ihrer Lehrtätigkeit an der Fachhoch schu le Nordwest schwei z FHNW. Eindrücklich schilderte sie, wie schnell ältere Menschen in Schwierigkeiten geraten können, wenn ihnen der Überblick über die eigenen finanziellen Angelegenheiten fehlt. Ihr zentraler Satz blieb hängen: Wer vorbereitet sei, behalte die Kontrolle und entlaste gleichzeitig die Angehörigen.
Empfehlungen
Im Mittelpunkt standen konkrete, alltagsnahe Empfehlungen: Wichtige Unterlagen sollten geordnet, vollständig und gut auffindbar abgelegt sein; Kontovollmachten, Patientenverfügungen und ein Testament sollten rechtzeitig geregelt werden; ebenso entscheidend sei ein offener Austausch innerhalb der Partnerschaft und mit den Kindern. Der oft gehörte Satz «Über Geld spricht man nicht» könne im Ernstfall verheerende Folgen haben. Wie vielschichtig und komplex das Thema ist, zeigte sich an den zahlreichen Fragen und Voten aus dem Publikum. Die Veranstaltung in der «SteinliAula» stiess auf grosses Interesse. Beim anschliessenden Kaffee und Kuchen nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, persönliche Fragen zu stellen und Erfahrungen auszutauschen. (mgt)