Pippo Pollina & Palermo Acoustic Quintet begeisterten. «So schön», schwärmten viele Konzert-Besucherinnen und -Besucher beim Verlassen der Stadthalle.
Regula Laux
Pippo Pollina und seinem Palermo Acoustic Quintet ist es in ihrem rund zweistündigen Konzert gelungen, das ...
Pippo Pollina & Palermo Acoustic Quintet begeisterten. «So schön», schwärmten viele Konzert-Besucherinnen und -Besucher beim Verlassen der Stadthalle.
Regula Laux
Pippo Pollina und seinem Palermo Acoustic Quintet ist es in ihrem rund zweistündigen Konzert gelungen, das zahlreich erschienene Publikum abzuholen. Es wurde mitgeklatscht, viele wippten mit den Klängen der Musik und die Standing Ovations am Schluss wurden durch die Musiker mit zwei Zugaben belohnt.
Er wisse nicht, wie oft er schon in Laufenburg gespielt habe, erklärte Pippo Pollina, aber er komme immer wieder sehr gern. «Diese Städte am Rhein haben etwas Besonderes, Gemeinsamkeiten aus der Vergangenheit und vieles mehr», so der Cantautore. Der Tourplan von Pippo Pollina und seinem Quintet ist eng: Anreise am Sonntag aus Landshut, Konzert in der Laufenburger Stadthalle, Übernachtung in Brutsches Rebstock auf der deutschen Seite. «Wir sind gern hier», betont Pollina und das nächste Konzert ist erst am Dienstag in Regensburg – wie andere ihrer Konzerte längst ausverkauft.
Kulturkommission im Umbruch
«So schön …», hatte schon Sonja Wunderlin, Co-Präsidentin der Kulturkommission beider Laufenburg, bei der Begrüssung der Konzert-Besucherinnen und Besucher gesagt. «So schön, ist die Stadthalle fast voll und so schön, sehen wir so viele altbekannte und auch neue Gesichter», fuhr sie fort. Co-Präsident Markus Erne ergänzte in der Pause: «Wir von der Kulturkommission sind im Umbruch. Wir wollen noch professioneller werden – zum Beispiel haben wir für das Konzert von Pippo Pollina Lichtequipment zugemietet – und wir wollen auch ein jüngeres Publikum ansprechen.» Man sei in einer Findungsphase und probiere Neues aus. «Das ist sehr spannend, aber auch ziemlich anstrengend», so der Co-Präsident.
Kulturtage «Fliessende Grenzen»
Bürgermeister Ulrich Krieger überbrachte im Namen beider Städte Laufenburg zu Beginn des Konzertes ein Grusswort: «Seit dem Jahr 2000 verzaubern uns die ‹Fliessenden Grenzen›.» Eine ganz besondere Begrüssung fiel auch Renata Vogt zu, die über viele Jahre die Kulturtage ‹Fliessende Grenzen› massgeblich prägte und nun in der ersten Reihe sass, ohne spezifische Aufgabe – für sie wohl gewöhnungsbedürftig.
Frieden ist der grösste Wert
Einfach schön war auch die Stimmung während des Konzertes mit tollen Soloeinlagen der sechs Profimusiker. Der über viele Jahre kämpferisch aufgetretene Pippo Pollina wirkte eher sanft.
Politisch wurde er nur bei der Anmoderation seines Liedes für den Frieden. Das Wort Krieg habe wieder einen Platz gefunden in unseren Gesprächen, in unseren Leben, so der Liedermacher. «Frieden ist der grösste Wert, den es zu bewahren gilt», erklärte Pollina und stellte die Frage: «Was ist die Aufgabe der Kunst – Einmischung oder nur Unterhaltung?» Für ihn sei klar, dass Kunst ein Teil der Kulturdebatte sein müsse. Danach stimmte er sein Lied für den Frieden an: «Una altra vida – Ein anderes Leben» … so schön!