21 Tage Konfetti-Anarchie, nicht mal der Möhliner Gemeindeammann Loris Gerometta konnte sich erwehren. Die Fasnacht ist zurück im Dorf.
Ronny Wittenwiler
«Mir lönd’s krache!», lautet das diesjährige Motto der Meler und Ryburger ...
21 Tage Konfetti-Anarchie, nicht mal der Möhliner Gemeindeammann Loris Gerometta konnte sich erwehren. Die Fasnacht ist zurück im Dorf.
Ronny Wittenwiler
«Mir lönd’s krache!», lautet das diesjährige Motto der Meler und Ryburger und am Donnerstag gingen sie sogleich in die Vollen: Zack, und weg waren die Schlüssel fürs Gemeindehaus, die Loris Gerometta eben noch in seinen Händen gehalten hatte. Auch ihm als Gemeindeammann sollte wie seinen Vorgängern dasselbe Schicksal blühen, doch fand er sich damit ab:
«Jetzt isches sowit: Mir gänd euch d’Schlüssel ind Händ, mached diä nächste drei Wuche demit, was dir wänd.»
Mit dieser Übergabe am 1. Faisse draussen vor dem Gemeindehaus ist die Fasnacht zurück in Möhlin-Ryburg. Und diese Fasnacht hat ihre Verehrer, auch Gerometta machte daraus kein Geheimnis. Als kleiner Bub sei er schon am Strassenrand gestanden, «Gugger, Tambouren, Fasnachtswäge sind mir dört scho am Härze gläge». Und heute, rund dreissig Jahre später, «vom Bueb am Strosserand – stand ich do als Amme mit de Schlüssel in de Hand».
Aber eben: Nicht lange, dann wechselten die Schlüssel ihre Besitzer. Tja, kann man nichts machen. Doch Gerometta liess sich selbst auch diesen Spass nicht nehmen: «Aber eis isch klar, mir löhn nid lugg, am Äschermittwuch hole mer eus de Schlüssel zrugg …» Bis dahin trägt auch er Fasnacht im Herzen. Genauso wie die Meler Galgevögel, die Fasnachtzunft Ryburg. Und alle, die es nun krachen lassen.