Frauentagung: Wissenschaft trifft Selbstfürsorge
An der Lenzburger Frauentagung war Hirnforscherin Manuela Adcock Hauptreferentin. Sie teilte die Bühne danach mit dem Musiker-Duo WunderKram, bevor die rund 140 Frauen die Workshops zu diversen Wunschthemen besuchten.
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Frauentagung: Wissenschaft trifft Selbstfürsorge
An der Lenzburger Frauentagung war Hirnforscherin Manuela Adcock Hauptreferentin. Sie teilte die Bühne danach mit dem Musiker-Duo WunderKram, bevor die rund 140 Frauen die Workshops zu diversen Wunschthemen besuchten.
Die Präsidentin Brigitte Rüedin aus Rheinfelden begrüsste und eröffnete den Tag mit dem Appell an die Anwesenden, dass Frauen in der Familie, in der Politik und in der Gesellschaft ihre Macht und ihre Verantwortung zeigen sollen, ja müssen. «In einer Welt der Unsicherheit und der Turbulenz braucht es Stabilität und Ruhe, um überlegt und auch mit Gefühl Menschen zu führen, sie zu unterstützen und ihnen und der Gesellschaft damit Entwicklung zu ermöglichen.» Dabei betonte sie die Verbundenheit untereinander und den Willen, sich selbst Unterstützung zu holen, wenn es einmal schwierig werden sollte. Zu Beginn des nachfolgenden Hauptreferats von Dr. Manuela Adcock kam überraschend auf der Geige musizierend und singend die gefragte Neurowissenschaftlerin und CEO der Hirncoach AG, Dr. Barbara Studer, in die Aula und die beiden Frauen begrüssten sich herzlich. Der Start glückte damit ausgezeichnet und schaffte eine fröhliche und entspannte Atmosphäre.
Gemeinsam aktiv sein
Manuela Adcock verstand es, mit viel Fachwissen aus der Hirnforschung, gepaart mit alltagsnahen Impulsen für mehr mentale Stärke, Leistungsfähigkeit und Lebensfreude, die Frauen zu begeistern. Sie nahm die Teilnehmenden mit auf einen inspirierenden Spaziergang durch ihr Gehirn. Es waren interaktive, humorvolle und nachhaltig wirkende Einblicke in die Gehirnfunktionen und ihre Auswirkungen auf das eigene Befinden. Wussten Sie, dass das soziale Vergleichen und die Reizüberflutung durch digitale Medien das Gehirn überlasten und Pausen notwendig sind? Oder dass der Schlaf essenziell ist, nicht nur weil er der Erholung dient, sondern auch zum Abtransport von schädlichen Proteinablagerungen beiträgt und Demenz verringern kann? Es gäbe noch einiges mitzuteilen über dieses Referat, das als sehr nützlich und spannend in den einzelnen Feedbacks bewertet wurde. Manuela Adcock war auf der Bühne stets in Bewegung und sang spontan mit dem anschliessend auftretenden Gesangsduo WunderKram, bestehend aus Sonja Wunderlin und Gabriel Kramer aus Laufenburg, das erste Lied mit. Singen, tanzen, sich bewegen und in Gemeinschaft sein, das tut dem Gehirn besonders gut.
Zur Tagung gehören aber auch immer die vielfältigen Workshops, wo ein neues Thema kennengelernt und eine Methode ausprobiert und vertieft werden kann. Beim abschliessenden Schlusspunkt zeigten die Frauen einen erlernten Linedance. Sie beeindruckten damit sehr und machten Lust, auch einmal das Tanzbein zu schwingen. (mgt/nfz)