Ob das Thema Geschwindigkeitsreduktion in den Mettauertaler Ortsteilen weiterverfolgt werden soll, entscheidet das Ergebnis der Umfrage an der Gemeindeversammlung. Auslöser für die Abklärung ist eine im Januar eingereichte Petition für Tempo 30 im Ortsteil Etzgen.
Susanne Hörth
...
Ob das Thema Geschwindigkeitsreduktion in den Mettauertaler Ortsteilen weiterverfolgt werden soll, entscheidet das Ergebnis der Umfrage an der Gemeindeversammlung. Auslöser für die Abklärung ist eine im Januar eingereichte Petition für Tempo 30 im Ortsteil Etzgen.
Susanne Hörth
Wie in einigen anderen Fricktaler Gemeinden hat das Thema Tempo 30 auch im Mettauertal Fahrt aufgenommen. Mitte Januar dieses Jahres wurde dem Gemeinderat eine von 124 Einwohnerinnen und Einwohnern unterzeichnete Petition übergeben. In dieser wurde die Einführung von Tempo 30 im Mettauertaler Ortsteil Etzgen gefordert. Die Petitionäre zeigen sich überzeugt, dass mit einer Verkehrsberuhigung insbesondere die Sicherheit auf der Strasse zunehme. Die Abnahmen von Verkehrslärm und Schadstoffbelastung steigere zudem die Wohnqualität. Laut Mettauertaler Gemeinderat sprechen für Tempo 30 die Verkehrssicherheit – vor allem für die schwächeren Verkehrsteilnehmenden –, weniger Lärm sowie die Verbesserung der Wohnqualität. Gründe gegen eine Einführung seien zusätzliche Signalisationen und Markierungen, Kosten für Tafeln und Markierungen oder auch, dass die meisten Verkehrsteilnehmenden bereits mit angepasster Geschwindigkeit durch die Quartiere fahren.
«Für den Gemeinderat besteht auch die Möglichkeit für eine einheitliche Einführung in allen Ortsteilen», heisst es in der Botschaft zur Gemeindeversammlung vom 10. Juni. An dieser geht es aber (noch) nicht um eine Beschlussfassung hinsichtlich Tempo 30. Vielmehr möchte der Gemeinderat in einem ersten Schritt von der Bevölkerung aus den Ortsteilen Etzgen, Mettau, Wil, Hottwil und Oberhofen erfahren, wie sie zu dieser Geschwindigkeitsreduktion auf den Gemeindestrassen stehen. Dazu werden an der Gemeindeversammlung zwei Konsultativabstimmungen durchgeführt. Die Fragestellungen dazu lauten «Soll auf den Gemeindestrassen flächendeckend Tempo 30 eingeführt werden» und «Soll auf Gemeindestrassen bedarfsabhängig Tempo 30 eingeführt werden». Bei Zustimmung zu einer der beiden Varianten wird der Gemeinderat eine entsprechende Vorlage ausarbeiten. Nicht hingegen, wenn die Geschwindigkeitsreduktion klar abgelehnt wird.