«Stiftung Abendrot bringt Morgenrot nach Laufenburg»
10.03.2026 LaufenburgInsgesamt 54 Wohnungen, Wohnateliers und Gewerberäume sind bei der Neugestaltung des «Binkert-Areals» geplant. Das Projekt wurde vorgestellt und liegt seit gestern bei der Gemeinde Laufenburg auf.
Regula Laux
«Die Stiftung Abendrot bringt Morgenrot nach ...
Insgesamt 54 Wohnungen, Wohnateliers und Gewerberäume sind bei der Neugestaltung des «Binkert-Areals» geplant. Das Projekt wurde vorgestellt und liegt seit gestern bei der Gemeinde Laufenburg auf.
Regula Laux
«Die Stiftung Abendrot bringt Morgenrot nach Laufenburg», so brachte ein Besucher der Informationsveranstaltung zum «Gestaltungsplan Binkert-Areal» seine Begeisterung über das Projekt zum Ausdruck. Rund 60 Interessierte informierten sich vor Ort, als am Freitagabend das Projekt von Stadtrat André Maier, Karl Brenk von der Stiftung Abendrot, Petra Brodmann von der Planar AG für Raumentwicklung und Pascal Berger, Playze Architects Basel, als verantwortlichem Architekten, vorgestellt wurde. «Das Binkert-Areal hat eine rechte Entwicklung erlebt», so Stadtrat André Maier bei der Begrüssung. Er sei sehr froh, dass er heute hier gemeinsam mit der Stiftung Abendrot und den weiteren Beteiligten ein Projekt vorstellen dürfe, das den Stadtrat und alle weiteren Beteiligten vollumfänglich überzeugt. Dies sei bei einem Vorgängerprojekt nicht der Fall gewesen, weshalb die Stiftung Abendrot einen Wettbewerb unter fünf Architekturteams ausschrieb, den Playze Architects gewann.
«Kreativhaus» und drei Holzbauten
«Der Kopf bau und die Shedhalle sind geschützt und bleiben erhalten», erläuterte Architekt Pascal Berger. Das Backsteingebäude werde zugunsten von drei neuen Holzbauten rückgebaut. Im Hauptgebäude, dem Kopfbau, soll hauptsächlich Platz für vielerlei Gewerbe entstehen. «Wir nennen es deshalb Kreativhaus», so Architekt Berger. Angedacht seien zum Beispiel ein Café, eine Spielgruppe oder ein Kindergarten. Wichtig sei ihnen, dass das Binkert-Areal sich öffnet für alle Laufenburgerinnen und Laufenburger. Für die Shedhalle seien Wohnateliers geplant, also eine Nutzung, die es ermögliche, Wohnen und Arbeiten miteinander zu verbinden.
Fernwärme und Photovoltaik
Die drei abgestuften Neubauten in Holzbauweise sollen mit Fernwärme beheizt werden und Photovoltaik auf den Dächern haben. Die Anordnung ermöglicht eine optimale Besonnung und schafft Platz für einen Gemeinschaftshof mit Gemeinschaftsraum, der neben den Bewohnenden auch von anderen Interessierten genutzt werden könne. «Alle Wege werden offen durch das Areal geführt und sind frei zugänglich», so Pascal Berger. Ausserdem sei ihnen die Begrünung sehr wichtig, die Pf lanzung von Bäumen und dass möglichst wenig Flächen versiegelt werden.
Wohnungen, Ateliers und Gewerberäume
Insgesamt werden auf dem «Binkert-Areal» 54 Wohnungen entstehen, davon 9 Wohnateliers und 19 Gewerberäume/Ateliers. Geplant sind 2,5- bis 4,5-Zimmerwohnungen, mit Schwergewicht auf 3,5-Zimmerwohnungen. Und wie geht es jetzt weiter in Richtung Umsetzung? Petra Brodmann von der Planar AG erläuterte kurz die nötigen Dokumente, Schritte und Nachweise. Im Moment befinde man sich in Phase 2 des Projektes, dem Gestaltungsplan, der seit gestern Montag öffentlich aufliege. «Das Mitwirkungsverfahren läuft bis zum 10. April und es können sich alle daran beteiligen», so Petra Brodmann. In Phase drei werde der Kanton mit einbezogen und in Phase 4, voraussichtlich 2027, komme das Projekt dann wieder nach Laufenburg. «Wir hoffen sehr, dass dieses tolle Projekt dann möglichst rasch zur Ausführung kommt», meinte André Maier begeistert.
Bezahlbar und barrierefrei
Bezüglich zweier Voten aus dem Publikum konnten die Beteiligten beruhigen: Ja, alle Wohneinheiten werden mit einem Lift erschlossen und sind rollstuhlgängig. Es werde sich um Mietwohnungen handeln zu einem fairen Zins. «Das entspricht den Grundprinzipien der Stiftung Abendrot, der in ihrer 40-jährigen Geschichte und heute soziale und ökologische Nachhaltigkeit stets ein grosses Anliegen ist», so Karl Brenk von der Basler Stiftung Abendrot.


