Stephan Bühler wird Alleininhaber
14.09.2023 FrickIn der Führungsebene der Jakob Müller Holding AG mit Hauptsitz in Frick stehen Veränderungen an. Der bisherige Mitinhaber Reto Kuoni verlässt per Ende Jahr das Unternehmen. Er übernimmt ab 2024 mit neuer Firma den Bata-Park in Möhlin.
Stephan Bühler, ...
In der Führungsebene der Jakob Müller Holding AG mit Hauptsitz in Frick stehen Veränderungen an. Der bisherige Mitinhaber Reto Kuoni verlässt per Ende Jahr das Unternehmen. Er übernimmt ab 2024 mit neuer Firma den Bata-Park in Möhlin.
Stephan Bühler, ebenfalls bisheriger Mitinhaber, wird alleiniger Inhaber der JMH. Vor 130 Jahren hat sein Grossvater mit der Gründung der Jakob Müller AG den Grundstein für das bis heute inhabergeführte Unternehmen gelegt. (sh)
Rückkehr zu den Wurzeln unter Stephan Bühler
Veränderungen bei der Jakob Müller Holding AG mit Hauptsitz in Frick
Ab nächstem Jahr wird die Jakob Müller Holding AG nur noch von einer Familie geführt. Alleiniger Inhaber ist Stephan Bühler, ein Nachkomme der Gründerfamilie. Die NFZ konnte sich mit ihm unterhalten.
Susanne Hörth
Am Dienstag gab die Jakob Müller Holding AG (JMH) mit Hauptsitz in Frick gleich eine doppelte Veränderung in der Führungsebene bekannt. Mitinhaber Reto Kuoni wird per Ende Jahr das Unternehmen verlassen und ab 2024 in einer neuen Firma den Bata-Park in Möhlin übernehmen und ihn gemeinsam mit der Familie Kuoni weiterentwickeln. Stephan Bühler, bisher ebenfalls Mitinhaber, wird mit dem Rücktritt von Kuoni künftiger Allein-Inhaber der Jakob Müller Holding AG. Er ist ein Nachkomme der Gründerfamilie. Den Rücktritt von Reto Kuoni bedauert Stephan Bühler. «Gleichzeitig freue ich mich, dass er uns in der neuen Position verbunden bleibt. Ich wünsche ihm alles Gute bei seinen neuen Aufgaben.» Reto Kuoni übernimmt mit dem Bata-Park gleichzeitig auch die bestehenden Bewirtschaftungsmandate der Jakob Müller Immobilien AG.
Im Gespräch mit der NFZ geht Stephan Bühler als künftiger Alleininhaber der Jakob Müller Holding AG unter anderem auf das Familienunternehmen aber auch auf die aktuellen Herausforderungen ein.
NFZ: Herr Bühler, mit dem Rücktritt von Reto Kuoni geht die Jakob Müller Holding AG wieder in ihre Ursprünge als Familienunternehmen zurück. Darf das auch als positiv für die weitere Zukunft des Unternehmens gewertet werden?
Stephan Bühler: Mein Grossvater hat vor 130 Jahren den Grundstein für die JMH gelegt und die Jakob Müller AG gegründet. Wir sind also seit den Gründerjahren ein traditionelles, inhabergeführtes Unternehmen. Trotz vieler Herausforderungen in den letzten Jahrzehnten sind wir unserem Erbe treu geblieben und haben Veränderungen nicht nur angenommen, sondern uns mit ihnen weiterentwickelt.
Mit der Ausgliederung der Immobilien-Bewirtschaftungsmandate und des Bata-Parks konzentrieren wir uns auf die Kernkompetenzen unserer Unternehmen, die im Maschinenbau liegen.
Wie haben die Mitarbeitenden im Unternehmen auf die Veränderungen bei der Inhaberstruktur reagiert?
Sie haben den Entscheid von Reto Kuoni verstanden und natürlich auch mit Bedauern reagiert. Das ist nachvollziehbar, er war viele Jahre im Unternehmen und hat es mitgeprägt. Natürlich ist es ein Abschied, aber kein endgültiger. Unsere Liegenschaften werden ja weiterhin von den bekannten Kolleginnen und Kollegen in einer neuen Firma betreut. Ich wünsche ihm und seiner Firma auch an dieser Stelle viel Erfolg für seine zukünftigen Aufgaben.
Gab es Verunsicherungen seitens der Mitarbeitenden?
Im Alltag der Jakob Müller AG Frick, der Benninger AG und der List Technology AG ist der Wechsel nicht spürbar. Die JMH mit ihren Unternehmen wird wie gewohnt weitergeführt. Für die Mitarbeitenden der Jakob Müller Immobilien sind die Veränderungen etwas grösser: Sie haben einen neuen Arbeitgeber, auch wenn ihre Aufgaben und der Arbeitsort gleichbleiben.
Sie haben die vielen Herausforderungen der letzten Jahrzehnte erwähnt. Die jüngere Vergangenheit hat Ihre Firma zusätzlich gefordert. Wie läuft es aktuell?
Wir haben die herausfordernden letzten Jahre gut überstanden. In diesem Jahr spüren wir die Abkühlung der Weltwirtschaft deutlich, aber das war zu erwarten. Wir managen die konjunkturellen Anforderungen und reagieren bei Bedarf. Der starke Franken und die allgemeine Konjunkturschwäche in verschiedenen Branchen und Märkten sind eine Herausforderung für unsere exportorientierten Unternehmen. Doch trotz dieser kurzfristig getrübten Aussichten – langfristig ist die JMH gut unterwegs.
Gilt das auch für den Standort Frick, ist er nach wie vor wichtig für Ihr Unternehmen?
Die JMH wird auch in Zukunft von Frick aus das gesunde Unternehmensfundament weiter ausbauen und die Unternehmensgruppe in die Zukunft führen.
Die Jakob Müller AG Frick, die List Technology AG und die Benninger AG sind wichtige Pfeiler in der Branche, nicht nur für den Wirtschaftsstandort Nord-/Nordwestschweiz, sondern für die ganze Schweiz und weltweit. Die Jakob Müller AG Frick entwickelt innovative und nachhaltige Systeme und Lösungen für Band- und Schmaltextilien. «Müller-Maschinen» sind weltweit ein Begriff und setzen Massstäbe in Qualität und modernster Technologie.
Was erhoffen Sie sich von der Zukunft?
Mit dem Entscheid, uns vermehrt auf die Kernkompetenzen der Unternehmen zu konzentrieren, gewinnen die JMH und die Marke Müller, weiter an Stärke, davon bin ich überzeugt. Wir wollen in den verschiedenen Marktsegmenten weiter Weltmarktführer sein. Unsere Unternehmen sind im Maschinenbau tätig, wir profitieren von der Erfahrung und dem Wissenstransfer innerhalb der JMH. Unser Fokus liegt auf der Digitalisierung. Wir nutzen ihre Chancen und setzen ihr Potenzial optimal in unseren Lösungen um. Mit unseren Maschinen können unsere Kundinnen und Kunden neue Anwendungsbereiche erschliessen. Damit überzeugen wir sie auch in Zukunft.

