Stellungnahme des VCS Aargau zu den Parkgebühren in Kaiseraugst.
In Zusammenhang mit der Parkierungssituation Kaiserhof in Kaiseraugst wird sowohl im Bericht auf der Titelseite der Neuen Fricktaler Zeitung (NFZ) vom 12.3.2026 als auch im Leserbrief vom ...
Stellungnahme des VCS Aargau zu den Parkgebühren in Kaiseraugst.
In Zusammenhang mit der Parkierungssituation Kaiserhof in Kaiseraugst wird sowohl im Bericht auf der Titelseite der Neuen Fricktaler Zeitung (NFZ) vom 12.3.2026 als auch im Leserbrief vom 19.3.2026 die Rolle des VCS falsch dargestellt. Darin wie auch in früheren Berichten wird wiederholt dem VCS eine Schuld für die Parkierungssituation Kaiserhof in Kaiseraugst in die Schuhe geschoben, was nicht den Tatsachen entspricht. Die Bewirtschaftung des Parkfeldes ab der ersten Minute war eine Auflage des Kantons (in der Stellungnahme des BVU Aargau nachzulesen). Dass die Baubewilligung für den Ausbau des Kaiserhofs ohne die gesetzlich vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erteilt wurde, war ein wissentlicher Fehlentscheid der Gemeinde Kaiseraugst. In der Baubewilligung vom 25.11.2013 hat der Gemeinderat in seinen Erwägungen festgehalten, dass eigentlich eine UVP nötig wäre, hat aber (mit einer schwammigen Begründung) darauf verzichtet. Sie wussten also, was sie taten. Dass der VCS Aargau dieses Behördenversagen bemerkt hat und dagegen vorgegangen ist, entspricht den Interessen all jener, die einen Rechtsstaat schätzen. Dass die Gesetze eine Parkplatzbewirtschaftung ab der ersten Minute vorschreiben und der Kanton Aargau zu Recht auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften pocht, rechtfertigt keine dauernde Unterstellungen und Angriffe auf den VCS. Selbstverständlich gehört eine Lösung für Gehbehinderte dazu, der gesetzliche Rahmen dafür besteht und kann von den Betreibern der Parkplätze umgesetzt werden. Wer aus Spargründen lieber nach Rheinfelden oder nach Deutschland fährt, hat keine Vollkostenrechnung gemacht: Die zusätzlichen Kosten aufgrund der zusätzlichen Auto-Kilometer sind höher als die Parkgebühren im Kaiserhof. Der VCS Aargau wünscht sich mehr sachliche Argumente und weniger ideologisch geprägte Polemik mit Falschaussagen in dieser Diskussion.
YVES GÄRTNER,
GESCHÄFTSFÜHRER VCS AARGAU