Mit dem 25-jährigen Belgier Liam Slock gewann ein Aussenseiter am Sonntag den in Leuggern zu Ende gehenden «GP Gippingen» der Radprofis. Slock gewann nicht nur als Aussenseiter, er fuhr nicht über die Ziellinie, er flog darüber. Da Slock auf die Ziellinie stürzte und ...
Mit dem 25-jährigen Belgier Liam Slock gewann ein Aussenseiter am Sonntag den in Leuggern zu Ende gehenden «GP Gippingen» der Radprofis. Slock gewann nicht nur als Aussenseiter, er fuhr nicht über die Ziellinie, er flog darüber. Da Slock auf die Ziellinie stürzte und der Transponder am Vorderrad die Zeit auslöste, wurde der 25-jährige Aussenseiter Sieger der 62. Austragung des grössten Eintagesrennens der Schweiz. Mitten im Feld der 140 gestarteten Profis befand sich auch der Fricktaler Fabian Weiss (Sulz). Weiss arbeitete viel für das Schweizer Tudor-Team und war öfters an der Spitze des Feldes beim Nachführen anzutreffen. «Mit Julian Alaphilippe wurde unser bester Fahrer Fünfter. Meine Arbeit hat sich also ausgezahlt», stellte Weiss nach dem Rennen, umringt von einer grossen Fangemeinde, zufrieden fest.
Wieder ein Sulzer an der Tour de Suisse
Für den 24-jährigen Weiss geht es nun auf den Schweizer Strassen weiter. Er ist von seinem Team für die morgen Mittwoch beginnende Tour de Suisse aufgeboten worden. Diese macht am nächsten Samstag in Aarburg Halt. Auf dem Programm steht dort ein Einzelzeitfahren über 23,7 km. Zeitfahren sind eine Spezialität von Weiss. Es ist anzunehmen, dass er auf Aargauer Boden wieder von einer grossen Fangemeinde angefeuert wird. Dass nun wieder ein Sulzer Fahrer an der Tour de Suisse startet, freut auch den ehemaligen Vereinspräsidenten Lukas Zumsteg, der am Sonntag mit dem Rennrad am «GP Gippingen» als Zuschauer war: «Als ich vor zwei Jahrzehnten Profi war, fuhr ich auch die Tour de Suisse. Es wurde Zeit, dass ich einen Nachfolger fand. Deshalb freut es mich, dass mit Fabian Weiss nun wieder ein Fahrer vom RV Sulz an der Schweizer Rundfahrt im Einsatz ist».
Starker Hüsler, Sturzpech für Munk
Der Velo-Club Gippingen bietet an seinen Radsporttagen nicht nur Startgelegenheiten für die Profis, sondern auch für den Radsport-Nachwuchs. So stand nebst Prüfungen für die Piccolos und die Schüler, wo die jungen Radfahrerinnen und Radfahrer aus dem Fricktal mit von der Partie waren, am Samstagnachmittag auch ein Junioren-Rennen mit den Fahrern aus der deutschen Rad-Bundesliga auf dem Programm. Levin Hüsler (Gansingen) erzielte ein Glanzresultat und kam als zweitbester Schweizer auf den sechsten Rang. Weniger Glück hatte Louis Munk (Sulz). Der Gewinner von drei Brugger Abendrennen wurde in einen Sturz verwickelt. «Ein Fahrer vor mir stürzte und ich konnte nicht mehr ausweichen. Ich verlor bei diesem Missgeschick zwar viel Zeit, aber zum Glück erlitt ich keine grösseren Verletzungen», hakte Munk diesen Sturz schnell ab. Dem für den RV Sulz fahrenden Munk ist zugute zu halten, dass er das Rennen trotz dieses Sturzes zu Ende fuhr. (aw)