Der Spitalbetrieb der Asana Spital Menziken AG ASM führte seit einigen Jahren zu Verlusten. Die provisorische Jahresrechnung 2025 des ASM weist einen Verlust von 6,6 Millionen Franken auf, sodass der Spitalbetrieb aus finanziellen Gründen nicht mehr lange hätte aufrechterhalten ...
Der Spitalbetrieb der Asana Spital Menziken AG ASM führte seit einigen Jahren zu Verlusten. Die provisorische Jahresrechnung 2025 des ASM weist einen Verlust von 6,6 Millionen Franken auf, sodass der Spitalbetrieb aus finanziellen Gründen nicht mehr lange hätte aufrechterhalten werden können. Deshalb hat sich der Verwaltungsrat des ASM entschieden, den Spitalbetrieb per Ende Oktober 2026 zu schliessen. Das ASM konnte mit dem Luzerner Kantonsspital LUKS, mit dem es bereits seit einiger Zeit zusammenarbeitet, eine Anschlusslösung finden: Das LUKS übernimmt den Spitalstandort Menziken als ambulantes medizinisches Zentrum. Neben einer Hausarztpraxis und einer Notfallpraxis werden auch ambulante Spezialsprechstunden angeboten. Daneben übernimmt das LUKS den Rettungsdienst am Standort Menziken. Um die wohnortnahe Versorgungssicherheit der Bevölkerung in der stationären Grundversorgung im Wynental weiterhin zu gewährleisten, erhält der LUKS-Standort Sursee alle Leistungsaufträge auf der Spitalliste 2025 Akutsomatik des Kantons Aargau, die dieser LUKS-Standort auf der Spitalliste Akutsomatik des Kantons Luzern hat. Für Aargauer Patientinnen und Patienten entstehen so bei Behandlungen am Standort Sursee keine zusätzlichen Kosten für die ausserkantonale Hospitalisierung.
Weil es bereits im Vorfeld der Schliessung des Spitalbetriebs vermehrt zu Personalabgängen gekommen ist, kann das ASM den Betrieb der Notfallstation, den es gemäss Leistungsauftrag rund um die Uhr anbieten muss, wegen fehlenden Personals seit dem 3. September nicht mehr durchgehend gewährleisten. Der Regierungsrat hat deshalb nachträglich die nächtliche Schliessung der Notfallstation ab 3. September bis zur Schliessung des stationären Standorts am 31. Oktober unter Auflagen genehmigt. Damit die Notfallversorgung der Bevölkerung in der Region Menziken weiterhin gewährleistet ist, hat das ASM einerseits die Arbeitsabläufe für die nächtliche Schliessung definiert und andererseits das Vorgehen, beispielsweise wenn trotz der Schliessung nachts eine erkrankte Person in der Notfallstation eintrifft, geplant. (nfz)