Die Nachfrage nach getragenen Kinderkleidern und -schuhen steigt in Rheinfelden seit mehreren Jahren wieder kontinuierlich an. Die Frühlingskinderkleiderbörse ging kürzlich am neuen Standort über die Bühne.
Der Familienverein Rheinfelden organisiert zweimal ...
Die Nachfrage nach getragenen Kinderkleidern und -schuhen steigt in Rheinfelden seit mehreren Jahren wieder kontinuierlich an. Die Frühlingskinderkleiderbörse ging kürzlich am neuen Standort über die Bühne.
Der Familienverein Rheinfelden organisiert zweimal jährlich, im Frühling und im Herbst, einen Secondhandmarkt für Kinderkleider. Während wenigen Stunden strömten mehrere hundert Besuchende teils mit und teils ohne Kinder in den Kurbrunnensaal in Rheinfelden. Die sauber sortierten T-Shirts, Pullover, Regenhosen und Schuhe wurden in kurzer Zeit durchsucht. Der Saal schien aus allen Nähten zu platzen. Die Kinder freuten sich über ihre Lieblingsfarbe beim Shirt, die Eltern über die fairen Preise.
Die Option, getragene Kinderkleidung vor der eigenen Haustüre kaufen zu können, wirkt in zweierlei Hinsicht. Der nachhaltige Gedanke, dem Überkonsum entgegenzuwirken, scheint vielen Käuferinnen und Käufern wichtig zu sein. Ebenso merkt der Familienverein Rheinfelden, dass Familien durch die gestiegenen Lebenskosten mehr auf das Budget schauen müssen.
Grösserer Saal gesucht
Von den 6500 Artikeln wurden über 50 Prozent verkauft. Dies ist ein neuer Rekord. Die Nachfrage nach getragener Kinderkleidung wächst somit stetig. Auch die 100 Verkaufsplätze wurden innert kürzester Zeit gebucht. Zudem sind dutzende Personen auf der Warteliste, die gerne Kleidung verkaufen möchten. David Kolarik als Präsident des Familienvereins Rheinfelden bestätigt: «Der Familienverein Rheinfelden als Organisator der Kinderkleiderbörse Rheinfelden ist auf grosse, attraktive und funktionale Räumlichkeiten in Rheinfelden angewiesen.» Um dieses wachsende Bedürfnis zu decken, braucht die Kinderkleiderbörse einen grösseren Saal. Dieser ist mit dem langjährigen Umbau des Bahnhofsaals leider in weite Ferne gerückt und eine Alternative gibt es momentan nicht. Generell ist es schwierig geworden, überhaupt einen freien Samstag als Verein zu bekommen, da alle Vereine von Rheinfelden mit der gleichen Problematik zu kämpfen haben. Im Vergleich dazu konnten jeweils über 11 000 Artikel im Bahnhofsaal angeboten werden.
Das zehnköpfige Organisationskomitee organisiert den gesamten Anlass, koordiniert die Verkaufsf lächen und instruiert die Helfenden. Zudem unterstützt seit mehreren Jahren eine digitale Verkaufsapp die reibungslose Anmeldung von tausenden Produkten und zeig t den Verkäuferinnen und Verkäufern ihren Kontostand in Echtzeit an. Mit diesem ehrenamtlichen Engagement und den vielen Helfenden finden so die Kleider ein neues Zuhause. Kleidung, die nicht verkauft wird, kann entweder am nächsten Kinderkleiderf lohmarkt nochmals angeboten oder gespendet werden. (mgt)