Silvesterknallerei: Vorerst ändert sich nichts in Kaiseraugst

  15.01.2026 Brennpunkt

Der Kaiseraugster Gemeinderat hat sich mit dem privaten Feuerwerk und der Knallerei rund um Silvester beschäftigt. Mögliche Massnahmen würden geprüft.

Valentin Zumsteg

Vergangene Woche hat die NFZ darüber berichtet, dass sich zahlreiche Kaiseraugsterinnen und Kaiseraugster von Feuerwerk, Böllern und der Knallerei rund um Silvester gestört fühlten. Der Ruf nach einem Verbot wurde laut. Gemeindepräsident Jean Frey erklärte damals auf Anfrage, dass sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger beschwert hätten. Der Gemeinderat werde sich mit dem Thema beschäftigen und dabei auch ein Verbot oder Teilverbot prüfen, versprach er. Mittlerweile ist das Thema in der Exekutive offenbar behandelt worden.

«Sehr nahe an Wohnhäusern»
In den amtlichen Nachrichten von dieser Woche nimmt der Gemeinderat zum Thema Stellung. Zuerst betont er die positiven Seiten: «Zum Jahreswechsel durfte erfreulicherweise festgestellt werden, dass das Abbrennen ausserhalb der erlaubten Zeiten massiv zurückgegangen ist. Auch die Hinterlassenschaften betreffend liegen gelassenem Abfall waren geringer als auch schon.» Dafür bedankt er sich. «Leider führten wiederholt durchgeführte Feuerwerke und Böller zu Beschwerden aus der Bevölkerung. Besonders problematisch war, dass sehr nahe bei Wohnhäusern mit sehr laut knallenden Böllern hantiert wurde. Jedes Verständnis fehlt bei Feuerwerk, welches in Abfalleimern oder in Tiefgaragen abgebrannt wurde und zu Beschädigungen führte. Diese Tatsachen stehen im Widerspruch zu den Erwartungen an ein respektvolles und achtsames Miteinander in der Gemeinde», hält der Gemeinderat fest.

«Anliegen zur Kenntnis genommen»
Gemäss Polizeireglement ist das Abbrennen von Feuerwerk nur in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August sowie in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar gestattet und dies nur unter Berücksichtigung der erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen und -vorschriften. Diese Regelung dient dem Schutz der öffentlichen Sicherheit und dem Wohl der Mitbürgerinnen und -bürger sowie der Tiere, wie der Gemeinderat betont.

«In den Tagen nach den Feierlichkeiten mussten Mitarbeitende des Werkhofs die Hinterlassenschaften der Feuerwerke beseitigen. Diese Vorkommnisse haben vereinzelt die Forderung nach strengeren Regelungen und Verboten zur Folge gehabt. Der Gemeinderat hat die Anliegen aus der Bevölkerung zur Kenntnis genommen und wird weiterhin im Hinblick auf künftige Vorgehensweisen mögliche Massnahmen prüfen. Ziel ist es, einen Ausgleich zwischen den Interessen aller Einwohnerinnen und Einwohner zu finden und eine Lösung zu erarbeiten, die den Anforderungen an Sicherheit, Umwelt, Rücksichtnahme und Ordnung gerecht wird.» Mit hohen Erwartungen verfolge der Gemeinderat auch die politische Diskussion im Parlament betreffend Verbot von lautem Feuerwerk. «Insbesondere bedankt sich der Gemeinderat bei den Einwohnerinnen und Einwohnern, welche die Haltung und Vorgehensweise des Rates mittragen.»


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