Yvonne Beck und Ilenia Porriciello: Liberas bei Volley Möhlin
Die Annahme- und Verteidigungsspezialistinnen Yvonne Beck und Ilenia Porriciello sind schnell, fokussiert und bewahren auch in hitzigen Situationen einen kühlen Kopf. Ihrem Können und Einsatz ist es unter ...
Yvonne Beck und Ilenia Porriciello: Liberas bei Volley Möhlin
Die Annahme- und Verteidigungsspezialistinnen Yvonne Beck und Ilenia Porriciello sind schnell, fokussiert und bewahren auch in hitzigen Situationen einen kühlen Kopf. Ihrem Können und Einsatz ist es unter anderem zu verdanken, dass das Team von Headcoach Monique Lindemann ein variantenreiches Spiel aufbauen kann.
«An der Position der Libera gefällt mir das Verteidigen von schwierigen Bällen am besten», sagt die 27-jährige Yvonne Beck. Sie hat ihre Volleyballkarriere ungewöhnlicherweise im Beachvolleyball gestartet und später im Winter in der Halle bei Volley Smash 05 Laufenburg-Kaisten auf der Position Annahme-Aussen gespielt. Vor sechs Jahren war sie für zwei Saisons beim KTV Riehen im 1. Liga-Team im Einsatz, ist aber nun schon die vierte Saison bei Volley Möhlin.
Besser spielen unter Druck
Starke Schulterschmerzen von den vielen Services und Angriffsschlägen zwangen sie vor drei Jahren, auf die Position Libera zu wechseln. Als grösste Herausforderung nennt sie die Konstanz bei den Serviceannahmen sowie die Fähigkeit, die gegnerischen Angreiferinnen richtig zu lesen und in der Verteidigung entsprechend zu reagieren. Die Primarschullehrerin erklärt: «Meist gelingt es mir unter Druck, besser zu spielen, da ich dann weniger Zeit zum Nachdenken habe. Der gute Zusammenhalt im Team trägt dazu bei, dass ich im Spiel positiv und fokussiert bleiben kann. Auch die Anweisungen unserer Trainerin Monique Lindemann helfen mir, die technischen und taktischen Punkte präsent zu halten.»
Mit 17 schon in der 1. Liga
Die andere Libera von Volley Möhlin heisst Ilenia Porriciello (17) und hat im Alter von sechs Jahren beim VBC Stein mit Volleyball angefangen. An Aargauer- und Schweizermeisterschaften durfte sie schon in Jugendjahren Erfolge feiern und ihr Talent zeigen. Ihr Ziel war aber immer, in der höchstmöglichen Liga zu spielen. Darum verliess sie ihren Stammverein im Alter von 16 Jahren. Ihr war klar, dass sie mit ihrer Grösse in einem 1. Liga-Team keinen Platz als Angreiferin bekommen würde, darum entschied sie sich, ganz auf die Karte «Libera» zu setzen und spielt nun bereits die zweite Saison bei Volley Möhlin. «Als Libera gefällt mir, dass ich die Verantwortung im hinteren Spielfeldteil tragen kann und die abwechslungsreichen Aufgaben als Annahme- und Verteidigungsspezialistin.»
Die grösste Herausforderung sei es, eine konstante Leistung zu bringen. «Ich merke, dass ich schon grosse Fortschritte gemacht habe, aber ich will immer noch besser werden!» In jedem Training arbeitet sie hart daran, jeden Ball perfekt ans Netz zu bringen, damit die Spielmacherin alle Angreiferinnen optimal einsetzen kann. Die ambitionierte, medizinische Praxisassistentin in Ausbildung ist nur im Hinterfeld im Einsatz und darum für einzelne Spielzüge nicht auf dem Feld. Das ist für sie aber kein Problem: «Durch die kurzen Pausen kann ich mich gut sammeln. In schwierigen Situationen hilft es mir, durchatmen zu können. Dann habe ich den Kopf frei und bin bereit für den nächsten Wechsel.»
Nächstes Spiel
Wer die sympathischen Liberas in Aktion erleben möchte, kommt am besten morgen Samstag, 24. Januar, um 16 Uhr, in die Steinlihalle. Das Team freut sich auf lautstarke Unterstützung der Zuschauenden. Nach einem 3:0-Sieg im letzten Spiel gegen Volley Muri Bern spielt Möhlin nun gegen Volley Münsingen. (mgt)