Runder Einsatz für eine rollende Sache
06.02.2026 RheinfeldenSeit mittlerweile 20 Jahren hat der slowUp Hochrhein einen festen Platz in der Agenda vieler Menschen. Verantwortlich für die Planung und Organisation des Grossanlasses ist der Verein slowUp mit zugehöriger Geschäftsstelle. An der GV wurde auf ein herausforderndes ...
Seit mittlerweile 20 Jahren hat der slowUp Hochrhein einen festen Platz in der Agenda vieler Menschen. Verantwortlich für die Planung und Organisation des Grossanlasses ist der Verein slowUp mit zugehöriger Geschäftsstelle. An der GV wurde auf ein herausforderndes Jubiläumsjahr zurückgeblickt – und auf einen guten 21. slowUp gehofft.
Susanne Hörth
Erfreut zeigte sich Franz Ruckli am Mittwochabend über die Anwesenheit von rund 20 Personen an der Generalversammlung des slowUps Hochrhein im Wirtshaus Alte Post in Badisch Laufenburg. Unter den Teilnehmenden befanden sich auch Gemeinderäte sowie frühere Vorstandsmitglieder. Zum Versammlungsort – weniger zur Lokalität als vielmehr zum Ort selbst – meinte der slowUp-Präsident: «Wir führen die Versammlung jeweils in jener Gemeinde durch, in der die Eröffnung des kommenden slowUps stattfindet.» Bis zum 21. Juni, wenn das Band durchgeschnitten und die 32 Kilometer lange, grenzüberschreitende Rundstrecke für den Langsamverkehr freigegeben wird, dauert es allerdings noch etwas.
Franz Ruckli, der vor einem Jahr das Vereinspräsidium von Geri Zumsteg übernommen hatte, blickte in seinem Jahresbericht auf einen Grossanlass zurück, bei dem der Begriff «slow» hinsichtlich Arbeit und Herausforderungen nicht ganz zutraf. Zum einen lag das daran, dass Ruckli das Vereinsschiff erstmals als «Kapitän» durch die verschiedenen Fahrwasser steuerte. Zum anderen – und das war der Hauptgrund für den Mehraufwand – fand am 15. Juni 2025 der 20. slow-Up am Hochrhein statt. Die Jubiläumsausgabe mit zusätzlichem Rahmenprogramm lockte rund 25 000 Personen auf die autofreie, 32 Kilometer lange Rundstrecke über zwei Länder. Sie erlebten, wie Rucklis Rückblick zeigte, einen vergnügten und entschleunigten Tag. Der Präsident dankte seinen Vorstandskollegen und der Geschäftsstelle mit Christian Schweizer für das Möglichmachen dieses Anlasses. Christian Schweizer ergänzte später, dass ein grosser Dank auch den Vereinen gebühre, die entlang der Strecke für Verweil- und Verpf legungsmöglichkeiten sorgen.
Schleppender Vignettenverkauf
Ruckli verhehlte nicht, dass die finanzielle Lage rund um den slow-Up weiterhin angespannt ist. Die 20. Austragung schlug mit rund 123 000 Franken zu Buche (Versicherungen, Bewilligungen, Security, Geschäftsstelle, Absperrungen, Unterhaltung). Dem gegenüber standen Einnahmen von rund 109 000 Franken – unter anderem aus Beiträgen von Mobil Schweiz, Swisslos, Standortbeiträgen der Gemeinden, Sponsoring sowie dem Verkauf der Vignetten. Nach wie vor bewegt sich der Absatz der freiwilligen, fünf Franken teuren Vignetten auf tiefem Niveau: Rund 3000 Stück wurden von den etwa 25 000 Teilnehmenden des slowUp 2025 gelöst. Hier sei noch Luft nach oben, war man sich am Mittwochabend einig. Auch bei der Sponsorensuche bleiben die Verantwortlichen gefordert. «Grosse Sponsoren zeigen wenig Interesse am slowUp», bedauerte Ruckli.
Die Rechnung 2025, die mit einem Verlust von rund 14 000 Franken abschloss, wurde ebenso genehmigt wie das Budget 2026, das bei Ausgaben von 102 043 Franken und Einnahmen von 103 200 Franken einen kleinen Gewinn vorsieht. Auf ein Unterhaltungsprogramm wie im Jubiläumsjahr wird verzichtet.
Verabschiedung und Neuwahlen
Hansueli Bühler und Benki Ankli wurden als langjährige Revisoren mit einem Präsent verabschiedet. Ihre Aufgabe übernehmen neu Daniel Keller und Ruedi Birri. Sie, sowie die beiden neuen Vorstandsmitglieder Anna Haas und Rafael Ruckli, wurden einstimmig gewählt.
Die Vorbereitungen für den 21. slowUp laufen bereits auf Hochtouren. Das Datum vom 21. Juni darf in der Agenda dick markiert werden. Dann heisst es wieder: mindestens einen Gang herunterschalten und einen Sonntag lang gemeinsam mit der Familie, mit Freunden oder auch allein die Rundstrecke über zwei Länder, durch sieben Gemeinden und entlang des Rheins unter die Velo- oder Inline-Räder zu nehmen.


