Sicherheitslage ist anspruchsvoll
15.01.2026 AargauDie Kantonspolizei Aargau blickte auf das vergangene Jahr zurück. Strukturkriminalität sowie Cybercrime richteten auch 2025 gros sen Schaden an. Hingegen sank die Zahl der Verkehrstoten sowie der Schwerverletzten.
Wie Regierungsrat Dieter Egli in seiner Einleitung darlegte, ...
Die Kantonspolizei Aargau blickte auf das vergangene Jahr zurück. Strukturkriminalität sowie Cybercrime richteten auch 2025 gros sen Schaden an. Hingegen sank die Zahl der Verkehrstoten sowie der Schwerverletzten.
Wie Regierungsrat Dieter Egli in seiner Einleitung darlegte, wirken sich Bevölkerungswachstum, Krisen, Konflikte und Kriege sowie neue Deliktsformen negativ auf die Sicherheit aus. Gleichzeitig sind Öffentlichkeit und Politik sensibilisiert für die Sicherheit als wertvolles Gut, das gestärkt werden muss. Vor diesem Hintergrund betonte der Polizeidirektor, dass ein grösserer Personalbestand zwingend sei für ein schlagkräftiges Polizeikorps.
Deutlich gestiegene Einbruchszahlen
Wie Polizeikommandant Oberst Michael Leupold aufzeigte, wächst die Zahl der Wohnungseinbrüche seit einem Tiefpunkt im Jahr 2020 stetig und ist im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr nochmals um fast 20 Prozent angestiegen. «Die Kantonspolizei setzt alles daran, diesen Trend zu brechen», so Michael Leupold. «Das Schadensausmass bei den Cyberdelikten ist enorm», brachte Oberstleutnant Markus Gisin als Abteilungschef der Kriminalpolizei einen zentralen Aspekt dieser Deliktsform auf den Punkt. Allein beim Online-Anlagebetrug verzeichnete die Kantonspolizei im vergangenen Jahr eine Schadenssumme von über 19 Millionen Franken und muss darüber hinaus von einer grossen Dunkelziffer ausgehen. Obwohl zahlenmässig überschaubar, haben auch Cyberangriffe auf KMU-Betriebe finanziell und betrieblich einschneidende Folgen.
Mehr Schwerverletzte auf Trendfahrzeugen
Elf Menschen, darunter ein zweijähriges Kind, verloren im vergangenen Jahr auf Aargauer Strassen ihr Leben. Wie die Zahl der Verkehrstoten nahm auch die Anzahl Schwerverletzter 2025 ab. Deutlich ist diese Abnahme bei den Verunfallten auf E-Bikes. Trotz dieser positiven Tendenz fällt auf, dass abermals mehr Personen bei Unfällen auf E-Trottinetts und E-Scootern – sogenannten Trendfahrzeugen – schwer verletzt wurden. Für eine ebenso problematische Entwicklung steht die erneut gestiegene Anzahl von Unfällen mit Motorrädern der Kategorie A1, die von 16- und 17-Jährigen gelenkt wurden. (mgt)
