Sichere Strassen – mehr Einbrüche
26.03.2026 AargauPolizeiliche Kriminal- und Verkehrsstatistik 2025
Mit abermals weniger Verkehrstoten und Schwerverletzten sind die Aargauer Strassen sicher. Auf sehr hohem Niveau bleibt hingegen die Zahl der Vermögensdelikte, namentlich der Wohnungseinbrüche und der Ladendiebstähle.
Mit 2615 registrierten Verkehrsunfällen bewegt sich die Gesamtzahl im Bereich der Vorjahre. Elf Menschen verloren auf Aargauer Strassen ihr Leben. Abermals gesunken ist die Zahl der Schwerverletzten, wobei ein Grossteil der Betroffenen als Motorradfahrer beteiligt waren. Ins Auge sticht, dass es sich bei einem Drittel von ihnen um Jugendliche handelte, die als Neulenker der Kategorie A1 verunfallten. Zunehmend eine Rolle spielen bei den Schwerverletzten auch Lenker von E-Trottinetts, E-Scooter und anderen sogenannten Trendfahrzeugen. Deutlich abgenommen hat hingegen die Zahl der Schwerverletzten auf E-Bikes oder Fahrrädern.
Vermögenskriminalität auf hohem Niveau
Seit einem Tiefpunkt im Jahr 2020 wächst die Zahl der Wohnungseinbrüche stetig und hat sich inzwischen mehr als verdoppelt. Mit über 1200 Delikten stieg deren Zahl allein im vergangenen Jahr gegenüber jener von 2024 um fast 20 Prozent an. Hingegen stabilisierten sich die Einbruchszahlen im gewerblichen Bereich, und bei sonstigen Tatobjekten wie etwa Clublokalen oder Gartenhäuschen verzeichnete die Kantonspolizei gar einen Rückgang um fast 30 Prozent.
Nach Jahren des Anstiegs zeigte die Kurve auch bei den Diebstählen aus parkierten Autos nach unten, blieb jedoch über dem langjährigen Durchschnitt. Die Summe dieser Fahrzeugdelikte sowie aller Einbruchsformen entspricht trotz unerfreulicher Trends einem leichten Rückgang. Gleichzeitig lag die Auf klärungsquote 2025 markant höher als in den Vorjahren. Einen Höchststand verzeichnete die Kantonspolizei indes bei den angezeigten Ladendiebstählen. Vor diesem Hintergrund bildet die Bekämpfung der Vermögenskriminalität und namentlich der Einbrüche nicht von ungefähr ein erklärtes Hauptziel der Kantonspolizei Aargau.
Obwohl sich die Zahl der digitalen Straftaten weiterhin auf hohem Niveau bewegte, flachte der stetige Anstieg der letzten Jahre erstmals ab. Die grosse Mehrheit der registrierten Delikte entfällt auf die Cyber-Wirtschaftskriminalität und namentlich auf den Online-Anlagebetrug sowie das sogenannte Phishing – also den Versuch, mit gefälschten E-Mails, Webseiten oder Kurznachrichten an sensible Daten von Personen zu gelangen. Allein im Aargau richteten diese Deliktsformen einen Schaden von über 31 Millionen Franken an.
Vor dem Hintergrund einer unter der Oberfläche wuchernden Strukturkriminalität – etwa durch Drogenhandel oder Geldwäscherei – bildet auch die Zerschlagung krimineller Strukturen einen weiteren Schwerpunkt der Kantonspolizei Aargau.
Mehr Gewaltdelikte
Gewalt zu stoppen und die Aggressoren zur Rechenschaft zu ziehen, gehört aus gutem Grund zu den zentralen operativen Zielen, welche die Kantonspolizei bei ihrer täglichen Arbeit verfolgt. So verzeichnete sie im Jahr 2025 2839 Gewaltdelikte, was einen leichten Anstieg gegenüber den Vorjahren darstellt. Namentlich die Gewalt an sogenannten Hotspots wie Bahnhöfen bleibt einDauerbrenner.
Ferner klärte die Kantonspolizei alle fünf vollendeten und 14 versuchten Tötungsdelikte des letzten Jahres. (mgt/nfz)
