Noch immer finden viele an Blutkrebs erkrankte Menschen keine passenden Spender. Jede Neuregistrierung erhöht die Chance auf ein Überleben. Und der 15. September wird zum Tag der Hoffnung.
Ronny Wittenwiler
Es war ein Tag, an dem die Sonne schien und jedem der sieben ...
Noch immer finden viele an Blutkrebs erkrankte Menschen keine passenden Spender. Jede Neuregistrierung erhöht die Chance auf ein Überleben. Und der 15. September wird zum Tag der Hoffnung.
Ronny Wittenwiler
Es war ein Tag, an dem die Sonne schien und jedem der sieben Personen auf diesem Foto geht es so, wie es vielen geht: Sie kennen jemanden in ihrem Umfeld, der kämpft. Vielleicht gekämpft hat. Denn noch immer finden viele an Blutkrebs erkrankte Menschen keine passende Spenderin oder keinen passenden Spender. Darauf aufmerksam machen will nun das Schweizerische Rote Kreuz am jährlichen Aktionstag, dem «Tag der Tat». Dabei ein Zeichen setzen will auch Möhlin, ausgehend von einem spontan gebildeten OK-Team. In Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz macht sich die Gruppe dafür stark, dass sich Menschen aus dem Dorf und der Region für eine Blutstammzellspende registrieren lassen. «Es ist ein kleiner Aufwand, der Leben retten kann», sagt Patrizia Tufilli Chautems auf Anfrage der NFZ und sie sagt es ausdrücklich stellvertretend für das ganze Team. Das hat Symbolik, denn diese Geschichte ist eine, die nur im Miteinander geschrieben werden kann: Jede neue Registrierung erhöht die Chance, dass eine Person mit einer lebensbedrohlichen Blutkrankheit gerettet wird.
«Wir probieren das jetzt»
Bereits seit Tagen und Wochen leistet das Team im jeweils eigenen Umfeld konkrete Auf klärungsarbeit, um die Menschen für eine Registrierung zu gewinnen. Genauso können sich am Aktionstag vom 15. September auf dem Gemeindehausplatz alle Interessierten, gar Gruppen und Vereine, zusätzlich beraten und sich direkt registrieren und typisieren lassen. Mittels einfachem Wangenabstrich. Dieser sei schnell, schmerzfrei, kostenlos. Oftmals sei Personen gar nicht bewusst, wie klein und unkompliziert der Aufwand im Gegensatz zu früher mittlerweile sei, heisst es aus den Reihen der Initiantinnen und Initianten.
«Wir setzen grosse Hoffnungen in diesen Tag, jeder einzelne ist wichtig», erklären sie entsprechend im Hinblick auf den 15. September. Und weil genau diese Hoffnung ihnen allen innewohnt, habe man sich gesagt: Wir probieren das jetzt. Damit auch für jene, die gerade kämpfen, irgendwann wieder die Sonne scheint.
Der Aktionstag vom 15. September auf dem Gemeindehausplatz dauert von 15 bis 21 Uhr. Als potenzielle Spenderinnen und Spender registrieren können sich folgende Personen: gesunder Allgemeinzustand, mindestens 50 Kilogramm schwer, zwischen 18 und 40 Jahre alt, in der Schweiz krankenversichert. Im Anschluss kleine Verköstigung, «um diesen wertvollen Schritt zu feiern».