Sanierung verzögert sich wegen Gift im Boden

  13.08.2026 Rheinfelden

Altlasten in der Zürcherstrasse

Seit einem Wasserrohrbruch in Rheinfelden ist die Zürcherstrasse auf einem Teilstück beschädigt. Weil im Strassenbelag Altlasten entdeckt worden sind, kommt es bei der Sanierung zu Verzögerungen.

Valentin Zumsteg

Wer durch Rheinfelden fährt, wird seit ein paar Wochen durchgeschüttelt. Ein Wasserrohrbruch am Pfingstsonntag, 24. Mai, hat die Strasse auf dem Teilstück zwischen der Abzweigung Magdenerstrasse und der Bahnunterführung beschädigt (die NFZ berichtete). Sie präsentiert sich seither als Wellental. Eigentlich sollte die Strasse bald saniert werden, doch das verzögert sich nun. «Wir hatten angestrebt, die defekte Strasse sofort beziehungsweise bis zum Ende der Sommerferien zu sanieren», erklärt der Rheinfelder Stadtschreiber Roger Erdin gegenüber der NFZ. «Bei der Untersuchung der Beschädigungen mit Kernbohrungen wurden dann aber PAK-Rückstände in der Tragschicht des Strassenbelages festgestellt.»

Strenge Vorschriften für Abtragen der Altlasten
Bei PAK-Rückständen handelt es sich um giftige chemische Verbindungen (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), die früher in Strassenbelägen verwendet worden sind. «Beim Abtragen dieser Altlasten gelten strenge Vorschriften über die Entsorgung mit entsprechender Kostenfolge. Vor diesem Hintergrund laufen derzeit weitere Abklärungen mit dem Kanton und der Versicherung der Stadt, welche zumindest teilweise für den Schaden aufkommen wird», führt Erdin aus.

Beim Wasserrohrbruch an Pfingsten sind innerhalb von kurzer Zeit 600 000 Liter ausgetreten. Die Wasserfontäne spickte Steine durch die Luft, diese beschädigten ein Auto. Wie umfangreich die Beschädigung der Strasse ist, zeigte sich erst im Laufe der folgenden Wochen.

Zeitplan noch unbekannt
Ursprünglich war die Stadt von Sanierungskosten in der Höhe von rund 400 000 Franken ausgegangen. Bei der neuen Ausgangslage ist aber mit höheren Kosten zu rechnen. Die Wasserversorgung von Rheinfelden als Verursacherin respektive die Haftpf lichtversicherung der Stadt müssen voraussichtlich in die Tasche greifen. Erdin: «Aktuell können wir weder die genauen Kosten noch die Kostenträger benennen. Auch ist der Zeitplan noch nicht bekannt.» Es ist also davon auszugehen, dass die Verkehrsteilnehmer, die durch Rheinfelden fahren, noch längere Zeit durchgeschüttelt werden.


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