Das Mittlere Schulhaus in der Gipf-Oberfricker Schulanlage weist altersbedingt bauliche Mängel und Schwachstellen auf. Welche Lösung die zukunftsfähigste ist, darüber wird der Gemeinderat in nächster Zeit entscheiden.
Susanne Hörth
Eine ...
Das Mittlere Schulhaus in der Gipf-Oberfricker Schulanlage weist altersbedingt bauliche Mängel und Schwachstellen auf. Welche Lösung die zukunftsfähigste ist, darüber wird der Gemeinderat in nächster Zeit entscheiden.
Susanne Hörth
Eine Schulanlage mit vier Schulhäusern, drei Kindergartenabteilungen, einer Mehrzweckhalle und einer modernen Sporthalle verdeutlicht, dass Gipf-Oberfrick über einen leistungsfähigen Schulbetrieb verfügt. Dass die Schule auch innovativ ist, zeigte sich im September 2025: Sie wurde nach einem spannenden wie auch intensiven Jahr für alle als Energieschule ausgezeichnet (die NFZ berichtete).
In die Jahre gekommen
Nicht mehr ganz den zeitgemässen Ansprüchen entspricht das Mittlere Schulhaus. Es ist das älteste der Schulgebäude und wurde in den Fünfzigerjahren erstellt, schreibt der Gemeinderat in der aktuellen Dorfzeitung «Usem Dorf». Anfang 2025 wurde deshalb eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Gemeindeschreiber Urs Treier erklärt gegenüber der NFZ, dass diese Studie im November fertiggestellt wurde. «Grundlage dafür waren ein GEAK sowie die Erarbeitung der Raumbedürfnisse der Schule durch eine Arbeitsgruppe.» Der GEAK – Gebäudeenergieausweis der Kantone – bewertet die energetische Qualität von Gebäuden und analysiert die Wirkung von Erneuerungsmassnahmen.
Festgestellt wurden laut Treier in erster Linie normale, altersbedingte Mängel. «Das Schulhaus ist über 70 Jahre alt.» Ein Alter, das sich bei Gebäudehülle, Fenstern, Dach, Installationen und anderem bemerkbar macht. Zudem ist das Schulhaus nicht behindertengerecht.
Laut Dorfzeitung wird mit der Machbarkeitsstudie in einem ersten Schritt auch geklärt, ob das Schulhaus saniert und die bereits eruierten Raumbedürfnisse für Schule, Vereine usw. erfüllt werden können oder ob ein Abbruch und ein Neubau die bessere Lösung wäre. Werden beim Entscheid Sanierung oder Neubau auch die Kosten einander gegenübergestellt? Dazu Urs Treier: «In der Machbarkeitsstudie wurden drei Varianten mit groben Kosten berechnet: die Variante reine Sanierung, die Variante Sanierung mit Erfüllung der Raumbedürfnisse sowie die Variante ‹Abriss und Neubau›.»
«Die Bevölkerung wurde über die Dorfzeitung und mit derselben Information an der Gemeindeversammlung Ende November über die Abklärungen für die anstehende Sanierung informiert», erklärt Treier auf entsprechende Frage. Eine nächste Information sei in der März-Ausgabe der Dorfzeitung geplant. Bis dann soll für den Gemeinderat klar sein, wie es weitergeht.