Heimwerker wissen es schon lange: Do-it-yourself macht Spass und spart Geld – im besten Fall zumindest. Wenn es weniger gut läuft, dann wird es teurer. Doch davon muss man ja nicht ausgehen, man darf auch mal ein bisschen naiv sein und auf die eigene Stärke vertrauen. Jeder ...
Heimwerker wissen es schon lange: Do-it-yourself macht Spass und spart Geld – im besten Fall zumindest. Wenn es weniger gut läuft, dann wird es teurer. Doch davon muss man ja nicht ausgehen, man darf auch mal ein bisschen naiv sein und auf die eigene Stärke vertrauen. Jeder Pfennigfuchser weiss schliesslich: Die Axt im Haus ersetzt den Zimmermann. Die Gemeinde Magden setzt jetzt auch wieder auf dieses Prinzip – und zwar beim Bau. Seit Februar 2024 liess Magden ihre Bauverwaltung extern durch eine Privatfirma führen. Das hat sich finanziell nicht bewährt, die Kosten sind massiv gestiegen. Wenn wir die Gemeinde richtig verstehen, liegt die Schuld daran bei den Bürgern, die bauen wollen. Sie haben Baugesuche in mangelhafter Qualität eingereicht oder die Gesuchsunterlagen wiederholt überarbeitet. So kann niemand effizient arbeiten.
Jetzt soll aber alles besser und vor allem billiger werden. Die Gemeinde will die Bauverwaltung wieder unter die eigenen Fittiche nehmen. Damit möchte Magden Kosten in der Höhe von 165 000 Franken einsparen und die Qualität der Dienstleistungen verbessern. Ein löblicher Vorsatz. Es gibt ein polnisches Sprichwort, das dazu passt: «Wer die Hoffnung vor seinen Wagen spannt, fährt doppelt so schnell.»
DER SALZSTREUER
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