Wer genau hinhört, vernimmt vielleicht noch den Nachhall des Möhliner Lachens. Als nämlich das diesjährige Rheinfelder Motto «Rhyfälde, wo d’Sunne dehei isch» im Nachbardorf die Runde machte, setzt ein kollektives Kichern, Glucksen und vielleicht sogar ...
Wer genau hinhört, vernimmt vielleicht noch den Nachhall des Möhliner Lachens. Als nämlich das diesjährige Rheinfelder Motto «Rhyfälde, wo d’Sunne dehei isch» im Nachbardorf die Runde machte, setzt ein kollektives Kichern, Glucksen und vielleicht sogar Prusten ein. «Die Zähringer wieder, die haben doch einen an der Waffel», so das fast einhellige Urteil der lieben Nachbarn.
Aus Sicht der Möhliner können nur Rheinfelder auf die Idee verfallen, sich jedes Jahr ein neues Motto zu geben. «Weil ihnen die Ideen ausgegangen sind, blöffen sie jetzt schon mit dem bisschen Wetter. Haben die sonst nichts zu bieten, die Möchtegern-Tessiner», fragt man sich von Riburg bis hinauf zum Sonnenberg. Für die Nachbarn ist sonnenklar: «Das bisschen Sonne in Rheinfelden haben sie sowieso unserem Möhlin-Jet zu verdanken. Statt danke zu sagen, schmieden sie Mottos, diese Ottos.»
Aber auch in Rheinfelden sorgt der Slogan für Diskussionen. Vor allem das Wort «dehei». Da gehen die Meinungen auseinander. Die Hälfte der Zähringer ist felsenfest davon überzeugt, es müsse «dihei» heissen. Aber die kommen ja auch nicht von da, sondern von dort.
DER SALZSTREUER
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