Obacht und aufgemerkt, liebe Freundinnen und Freunde der Demokratie. Es sind im Kanton Aargau royale Kräfte am Werk, die einer längst überwundenen Monarchie nachtrauern und dieser zu neuem Ansehen verhelfen wollen. Der Verein «Stammlande der Habsburger», der 2024 auf der ...
Obacht und aufgemerkt, liebe Freundinnen und Freunde der Demokratie. Es sind im Kanton Aargau royale Kräfte am Werk, die einer längst überwundenen Monarchie nachtrauern und dieser zu neuem Ansehen verhelfen wollen. Der Verein «Stammlande der Habsburger», der 2024 auf der Habsburg bei Brugg ins Leben gerufen worden ist, wirkt seither im ganzen Kanton, wenn auch meistens im Versteckten. Selbst im Fricktal ist er aktiv, denn zu seinen Mitgliedern gehören die Städte Laufenburg und Rheinfelden. Dies ist kein Zufall, wurde doch Laufenburg von Rudolf II. von Habsburg gegründet. Die Burg Stein in Rheinfelden, die schon lange nicht mehr steht, war angeblich während Jahrzehnten ein Hauptwohnsitz der Habsburger.
Dass diese Habsburger ihre Wurzeln im heutigen Aargau haben, lässt sich nicht leugnen. Das ist aber noch lange kein Grund, darauf stolz zu sein und dies gross herumzuposaunen. Diese notorische Familie hat während eines halben Jahrtausends Weltgeschichte geschrieben – und zwar auf dem Rücken der breiten Bevölkerung. So wie das immer der Fall ist bei den vermeintlich grossen Herrschern, die sich nicht beherrschen können. Also wehret den Anfängen, liebe Demokraten. Unsere Losung laute: nieder mit den Monarchen, lieber Hamburger als Habsburger.
DER SALZSTREUER
salzstreuer@nfz.ch