Manchmal empfiehlt es sich, das grosse Ganze zu betrachten, um das Lokale zu verstehen. So hat diese Zeitung jüngst über die Erforschung des Schweizer Eiszeitalters im Möhliner Feld berichtet. Und was sollen wir sagen: Sensation. Die Forscher kamen zum Ergebnis, dass das ...
Manchmal empfiehlt es sich, das grosse Ganze zu betrachten, um das Lokale zu verstehen. So hat diese Zeitung jüngst über die Erforschung des Schweizer Eiszeitalters im Möhliner Feld berichtet. Und was sollen wir sagen: Sensation. Die Forscher kamen zum Ergebnis, dass das Möhliner Feld einst von einem Gletscher bedeckt war. Es kommt noch besser: Aufgrund der klaren Befunde in einer Kiesgrube ist das Möhliner Feld sogar Namensstifterin; Fachleute bezeichnen die zugehörige Eiszeit deswegen als die «Möhlin-Eiszeit».
Nun, das erklärt einiges. Zum Beispiel die jahrzehntelangen Friktionen zwischen der Gemeinde Möhlin und der Stadt Rheinfelden. Die beiden Kommunen gönnten sich nichts – nicht mal das Zahnweh. Experten gehen davon aus, dass diese frostigen Beziehungen die Nachwirkungen jener Eiszeit gewesen sein könnten. In jüngster Zeit scheinen die Unstimmigkeiten hingegen mehrheitlich abzunehmen. Wissenschaftler erklären dies mit den Folgen des vieldiskutierten Klimawandels. Wahrscheinlich sei die Erwärmung zwischen den beiden Nachbargemeinden sogar menschengemacht.
Keine wissenschaftliche Erklärung gibt es bislang hingegen für die neue Eiszeit zwischen Wölflinswil und Oberhof. Da sind selbst Experten ratlos, aber die Forschungsarbeit läuft auf Hochtouren.
DER SALZSTREUER
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