Am vergangenen Wochenende durfte das Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt sein 100-Jahr-Jubiläum feiern. Am Freitag empfing man Wirtschaftsvertreter und Mandatsträger, am Samstag folgte das Volk. Ein Jahrhundert ist wahrlich ein stolzer Anlass zum Anstossen: Wer kann schon von sich ...
Am vergangenen Wochenende durfte das Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt sein 100-Jahr-Jubiläum feiern. Am Freitag empfing man Wirtschaftsvertreter und Mandatsträger, am Samstag folgte das Volk. Ein Jahrhundert ist wahrlich ein stolzer Anlass zum Anstossen: Wer kann schon von sich behaupten, über 100 Jahre hinweg ununterbrochen unter Strom gestanden und so viel Wasser den Rhein hinuntergejagt zu haben?
Gegen 1500 Neugierige nutzten den Tag des offenen Kraftwerks, um dem Stromproduzenten auf die Turbinen zu fühlen. Auch beim offiziellen Festakt am Freitag klirrten die Gläser. Gemeindevertreter aus Badisch Rheinfelden, Schwörstadt, Möhlin und Mumpf erwiesen dem leistungsstärksten Wasserkraftwerk am Hochrhein die Ehre, auch jemand vom Bundesamt für Energie war vor Ort. Nur ein Platz blieb auffällig leer: Rheinfelden/Schweiz glänzte durch Abwesenheit. Dabei steht das Bauwerk unbestreitbar auf Rheinfelder Boden (und nicht auf Möhliner, wie viele meinen). Eingeladen war die Rheinfelder Exekutive durchaus, gefunden hat sie den Weg trotzdem nicht. Vielleicht hatte der Stadtrat Besseres zu tun, vielleicht ging der Termin einfach vergessen. Kann ja mal passieren.
Spätestens beim 125-Jahr-Jubiläum gibt es die nächste Chance. Bis dahin bleibt der Rheinfelder Führungsetage genügend Zeit, sich den Termin schon mal im Kalender rot anzustreichen.
DER SALZSTREUER
salzstreuer@nfz.ch