Die Welt ist unübersichtlich geworden. Da gibt es einerseits die sogenannte Klimajugend, die manchmal auf die Strasse geht, weil sie sich Sorgen um die Zukunft mit hohen Temperaturen und steigendem Meeresspiegel macht. Auf der anderen Seite stehen – zumindest in Basel-Stadt – ...
Die Welt ist unübersichtlich geworden. Da gibt es einerseits die sogenannte Klimajugend, die manchmal auf die Strasse geht, weil sie sich Sorgen um die Zukunft mit hohen Temperaturen und steigendem Meeresspiegel macht. Auf der anderen Seite stehen – zumindest in Basel-Stadt – viele Zeitgenossen, die gerne wegen einer Klima-Anlage demonstrieren würden. Sie sorgen sich um die Gegenwart und ihr Überleben in der aktuellen Hitzewelle. In Basel-Stadt sind Klima-Anlagen aber nur erlaubt, wenn die Raumtemperatur in der eigenen Wohnung 26 Grad überschreitet. Bevor eine Klima-Anlage eingebaut werden darf, muss wahrscheinlich ein Staatsangestellter (davon gibt es am Rheinknie mehr als genug) mit Thermometer vorbeischauen. Wenn hingegen ein Basler seine Wohnung in den Wintermonaten auf 26 Grad heizt, ist es auch wieder nicht recht.
Basel hat tolle Museen, eine finanzkräftige Pharmaindustrie und ein beeindruckendes Münster – nicht zu vergessen den passablen Fussballclub. Man könnte fast neidisch werden. In solch heissen Zeiten sind aber viele Fricktalerinnen und Fricktaler froh, dass sie nicht in Basel wohnen, wo Politik und Staat ziemlich übergriffig wirken. Hier bei uns gilt noch: meine Stube, meine Regeln.
DER SALZSTREUER
salzstreuer@nfz.ch