Der schlimmste Alptraum der Aargauer Regierung ist nicht Realität geworden. Nochmals Glück gehabt, aber das war knapp. Der FC Aarau hat den Aufstieg in die oberste Schweizer Fussball-Liga haarscharf verpasst – und der Regierungsrat scheint nicht unglücklich darüber zu ...
Der schlimmste Alptraum der Aargauer Regierung ist nicht Realität geworden. Nochmals Glück gehabt, aber das war knapp. Der FC Aarau hat den Aufstieg in die oberste Schweizer Fussball-Liga haarscharf verpasst – und der Regierungsrat scheint nicht unglücklich darüber zu sein. Natürlich ist es nicht so, dass die Rüebliland-Regierung den Kickern und den vielen Fans den Aufstieg nicht gegönnt hätte. Das Problem ist nur, dass das Aarauer Brügglifeld-Stadion, das 1924 gebaut worden ist, den Anforderungen an die Super League bei weitem nicht genügt. Zwar gibt es schon seit Jahren Pläne für einen Stadion-Neubau, doch diese sind durch Einsprachen und Beschwerden wohl auf Jahre hinaus blockiert – so wie häufig in der Schweiz. Schliesslich ist die Einsprache die fünfte Landessprache in der Eidgenossenschaft.
Deswegen ist es dem Aargauer Regierungsrat ganz recht, dass der FC Aarau zwar gut gekämpft, aber letztlich doch verloren hat. Ein Aufstieg in 10 oder 20 Jahren reicht auch noch. Vielleicht ist bis dann die letzte Einsprache oder Beschwerde vom Tisch.
Im Fricktal sieht man die Sache sowieso relativ gelassen. Hier sind die meisten Fussballfans ja schon froh, wenn der FC Basel im nächsten Jahr nicht absteigt.
DER SALZSTREUER
salzstreuer@nfz.ch