Das soll verstehen, wer will. In der Rheinfelder Altstadt ist der Denkmalschutz sehr aktiv, der Ortsbildschutz sowieso und ein Beirat redet auch noch ständig drein, wenn jemand bauen will. Alles ist bis ins Kleinste geregelt, von den Fensterläden bis zu den Dachziegeln. Auch in den ...
Das soll verstehen, wer will. In der Rheinfelder Altstadt ist der Denkmalschutz sehr aktiv, der Ortsbildschutz sowieso und ein Beirat redet auch noch ständig drein, wenn jemand bauen will. Alles ist bis ins Kleinste geregelt, von den Fensterläden bis zu den Dachziegeln. Auch in den Gassen ist jeder Quadratmeter Allmend abgemessen. Wenn ein Geschäftsinhaber sie nutzen will, muss er in die Tasche greifen. Ordnung muss sein, deshalb dürfen Velos nur auf den dafür vorgesehenen Plätzen abgestellt werden. Rheinfelden macht eben vieles dafür, dass das Städtchen weiterhin so pittoresk aussieht. Schliesslich ist man stolzer Träger des Wakker-Preises.
Und dann sowas.
Seit ein paar Wochen stehen direkt vor dem historischen Rathaus rote Leihvelos herum und warten darauf, dass sie genutzt werden. Mit dem Segen der Stadt versauen sie so manchem Touristen das Fotosujet. So wird aus dem Rathaus ein Radhaus.
Böse Zungen behaupten, dass die elektrischen Drahtesel nur deshalb so nah beim Verwaltungssitz platziert worden sind, weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt sie vergünstigt nutzen können. Das ist aber lediglich eine Vermutung, bei der vermutet werden darf, dass sie stimmt.
DER SALZSTREUER
salzstreuer@nfz.ch