Der Weg von A nach B ist gleich lang wie der Weg von B nach A – sollte man meinen. Doch das ist relativ. Kleines Beispiel: Führt der Weg aus dem Fricktal in den Restaargau, dann ist er zumutbar. Führt der gleiche Weg hingegen vom Restaargau ins Fricktal, dann ist er zu weit und ...
Der Weg von A nach B ist gleich lang wie der Weg von B nach A – sollte man meinen. Doch das ist relativ. Kleines Beispiel: Führt der Weg aus dem Fricktal in den Restaargau, dann ist er zumutbar. Führt der gleiche Weg hingegen vom Restaargau ins Fricktal, dann ist er zu weit und folglich unzumutbar. Das scheint zumindest die Logik zu sein, die beim Kanton in Aarau angewendet wird, wenn es um Berufsschulen geht. Deswegen müssen Fricktaler Lehrlinge zum Beispiel nach Lenzburg reisen, wenn sie in die Gewerbeschule wollen. Undenkbar hingegen, dass es auch mal in die andere Richtung gehen könnte.
Dazu passt, dass der Kanton die Aussenstelle der Berufsschule für Gesundheit und Soziales in Rheinfelden schliessen will. Stattdessen soll in Oberentfelden eine Zwischenlösung realisiert werden, die ein paar Millionen kostet. Da stellen sich zwei zentrale Fragen. Erstens: Warum ist das so? Und zweitens: Wo, um Himmels willen, liegt Oberentfelden?
Ein Fricktaler Lehrling – sagen wir wohnhaft in Mumpf – braucht mit dem öffentlichen Verkehr deutlich über eine Stunde, bis er in Oberentfelden ankommt; abends geht es dann nochmals so lange zurück. Rheinfelden wäre da deutlich näher. Aber eben, das ist relativ. Oder anders ausgedrückt: Das Fricktal ist dem Kanton – wenn es um Berufsschulen geht – relativ egal. Um das festzustellen, muss man kein Einstein sein.
DER SALZSTREUER
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