Da wird das Aargauer Selbstbewusstsein aber ganz schön angeknackst: Das Bundesamt für Statistik hat die Wirtschaftskraft der Kantone mit einer neuen Methode berechnet – und da schneidet das Rüebliland ziemlich schlecht ab. Im Aargau liegt das kantonale Bruttoinlandprodukt ...
Da wird das Aargauer Selbstbewusstsein aber ganz schön angeknackst: Das Bundesamt für Statistik hat die Wirtschaftskraft der Kantone mit einer neuen Methode berechnet – und da schneidet das Rüebliland ziemlich schlecht ab. Im Aargau liegt das kantonale Bruttoinlandprodukt für das Jahr 2024 bei 64 000 Franken pro Kopf, in Basel-Stadt sind es 300 000 Franken; in Zug gar 318 000 Franken. Fast alle Kantone schneiden besser ab als der Aargau, sogar der Kanton Jura, der es auf 67 000 bringt oder auch Solothurn mit 69 000 Franken. Nur ein paar Entwicklungsgebiete wie das Wallis, Uri oder Appenzell-Ausserrhoden sind noch mieser.
Deutlich besser sieht es hingegen beim verfügbaren Einkommen der Privathaushalte aus, dort liegt der Aargau im vorderen Drittel der Schweizer Kantone. Dies mag damit zusammenhängen, dass der Aargau ein Pendlerkanton ist. Mit anderen Worten: Die Aargauerinnen und Aargauer verdienen ihr Geld zwar gerne auswärts, sie wollen aber nicht in teuren Kantonen wie Basel-Stadt oder Zürich hohe Steuern und Mieten zahlen. Vielleicht sind die Aargauer daher einfach die sparsamen Schwaben der Schweiz – die Statistik spricht klar dafür.
DER SALZSTREUER
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