Neulich in geselliger Runde irgendwo im Aargau, also ausserhalb des Fricktals. Ein älteres Ehepaar erzählt, dass es im Winter jeweils ein paar Monate in den sonnigen Bergen verbringe, um Sport zu treiben und vor allem, um dem zähen Nebel im Mittelland zu entkommen. Alle können ...
Neulich in geselliger Runde irgendwo im Aargau, also ausserhalb des Fricktals. Ein älteres Ehepaar erzählt, dass es im Winter jeweils ein paar Monate in den sonnigen Bergen verbringe, um Sport zu treiben und vor allem, um dem zähen Nebel im Mittelland zu entkommen. Alle können mitfühlen. Ein Fricktaler berichtet daraufhin, dass bei ihm auch im Winter relativ häufig die Sonne scheine und er also Glück habe. Daraufhin setzt eine grössere Diskussion ein. Von einem sonnigen Fricktal oder gar vom Südostwind Möhlin-Jet hat in dieser Runde, die aus Aargauern und ein paar Zürchern besteht, noch niemand gehört. Es wird dem Fricktaler deshalb nicht so richtig geglaubt.
Tourismus Aargau wirbt seit längerem mit dem Slogan «Aargauer Hochrhein – Amazonas der Schweiz». Das ist gut und recht. Vielleicht wären aber «die nördlichste Sonnenstube» oder «Florida der Schweiz» die besseren Werbesprüche, zumindest wenn es um das Fricktal geht. Aber eben, davon weiss im Restaargau fast niemand etwas. Dort träumt man weiterhin vom Amazonas und seinen Stechmücken.
DER SALZSTREUER
salzstreuer@nfz.ch