Das gibt es auch: gute Nachrichten aus Aarau. Wie der Kanton kürzlich mitteilte, erzielte er 2025 einen Überschuss von 345 Millionen Franken. Das ist ein rechter Batzen. Ein Teil davon stammt von Ausschüttungen der Nationalbank und der Axpo (subventioniert durch die ...
Das gibt es auch: gute Nachrichten aus Aarau. Wie der Kanton kürzlich mitteilte, erzielte er 2025 einen Überschuss von 345 Millionen Franken. Das ist ein rechter Batzen. Ein Teil davon stammt von Ausschüttungen der Nationalbank und der Axpo (subventioniert durch die Stromrechnungen, die wir bezahlen), der Rest aus der laufenden Rechnung. Und was plant der Regierungsrat mit dem vielen Geld? Er will den Zaster auf die hohe Kante legen, wo bereits über eine Milliarde liegt. Geht es nach dem Willen der Regierung wird mit dem Gewinn die so genannte Ausgleichsreserve auf rund 1,4 Milliarden aufgestockt. Im Gegensatz zu den Kantonen Basel-Landschaft, Neuenburg oder Genf hat der Aargau nämlich keine Nettoschuld, sondern ein Nettovermögen. Das ist gut zu wissen.
Ebenfalls gut zu wissen: Im Aargau müssen Privatpersonen bis Ende März jeweils ihre Steuererklärung einreichen. Wer es bislang noch nicht geschafft hat, ist leicht in Verzug. Da drückt der Kanton aber ein Auge zu. Weniger kulant ist er hingegen, wenn die Steuerrechnung nicht bis spätestens Ende Oktober bezahlt ist. In einem solchen Fall wird er unangenehm und droht mit Mahngebühren, Verzugszinsen sowie schliesslich der Betreibung. Da stellt sich doch die Frage: Wo bleibt die Ausgleichsreserve, wenn wir sie mal brauchen?
DER SALZSTREUER
salzstreuer@nfz.ch