Rundum gelungen
04.06.2024 FrickAm Sonntagnachmittag, kurz nach 14 Uhr, hatte das Warten ein Ende, rollten die ersten Bikes und Scooter über den neuen Fricker Pumptrack auf dem Ebnet-Areal. Zweieinhalb Jahre nach Inangriffnahme des Projekts durch den Elternverein Frick (EVF) und den
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Am Sonntagnachmittag, kurz nach 14 Uhr, hatte das Warten ein Ende, rollten die ersten Bikes und Scooter über den neuen Fricker Pumptrack auf dem Ebnet-Areal. Zweieinhalb Jahre nach Inangriffnahme des Projekts durch den Elternverein Frick (EVF) und den
Verschönerungsverein Frick (VVF) konnte der Rundkurs mit vielen Gästen eröffnet werden.
Simone Rufli
«Ohne eure beiden Vereine stünden wir heute nicht da», wandte sich Fricks Gemeinderätin Susanne Gmünder Bamert dankend an Katja Deiss vom Elternverein und Markus Stihl vom Verschönerungsverein. Der Gemeinderat Frick hat das Projekt «Pumptrack» von Beginn an unterstützt, das Land zur Verfügung gestellt und einen namhaften Geldbetrag beigesteuert. Am Sonntag ging die Anlage in den Besitz der Gemeinde über.
«Was ihr mit Zusammenarbeit und Vernetzung hinbekommen habt, ist sensationell», freute sich Susanne Gmünder Bamert mit Verweis auf den grossen Aufwand: 120 Anfragen um Unterstützung hatten der VVF und der EVF lanciert und damit den Weg geebnet zu 68 Sponsoren und Gönnern, darunter viele Firmen, aber auch umliegende Gemeinden. Wie viele Menschen, Firmen und Gemeinden das Projekt «Pumptrack Frick» während der letzten zweieinhalb Jahre in irgendeiner Form unterstützt hatten, zeigte sich am Sonntag an der Vielzahl der geladenen Gäste.
Überwältigt von der Unterstützung
Alle waren gekommen, um mitzuerleben, wie den Kindern und Jugendlichen eine neue und attraktive Freizeitanlage übergeben wird. «Ich hätte nicht gedacht, dass wir mit diesem Projekt so lange unterwegs sein werden», bekannte Markus Stihl und Katja Deiss zeigte sich schlicht überwältigt von der Unterstützung durch die vielen kleinen und grossen Gewerbebetriebe. Ralph Heinemann vom Sponsor Raiffeisenbank erinnerte an den Bau des Fricker Fitness-Trails im Sommer 2021 – ebenfalls initiiert von den beiden Dorfvereinen – und versicherte, dass er das Telefon immer wieder gerne abnehmen werde, «obwohl ich genau weiss, dass es uns jedes Mal Geld kostet, wenn der Elternverein aus Frick anruft».
Viel zum Bau der Anlage beigesteuert hat auch die Firma Erne. Sie hat Baumaschinen, -materialien und Lehrlinge zur Verfügung gestellt. Martin Frei, Leiter Baumeister Region Laufenburg der Erne Bauunternehmung, outete sich gar als Radsportler, der in seiner Jugend selber gerne so eine Anlage gehabt hätte und nutzte die Gelegenheit, um Werbung für all die interessanten Bauberufe zu machen. Auch Nationalrat Christoph Riner, Präsident der TCS-Untersektion Fricktal-Rheintal, ergriff das Wort. Der TCS unterstütze den Bau solcher Anlagen im ganzen Kanton, um die Kinder im Umgang mit Velo und Scootern zu stärken, «was allgemein zur Verkehrssicherheit beiträgt», so Riner.
Showtime!
Was man auf so einem Pumptrack alles machen kann, führten in der Folge zwei Profis vor: Instagram-Star Serafin Dettwiler (20) und Ravakan Frieden (16). Zur Eröffnung erschien auch die Klasse 6c von Valentin Bächtold. Sie hat einen ganze Tag lang bei der Schilling Holzdesign AG die Bänkli bearbeitet und besprayt, die jetzt als Sitzgelegenheiten auf dem Gelände stehen, auf dem wenige Stunden vor der Eröffnung noch die Gartenbau-Firma Igel aus Mumpf tätig war. Fest installiert ist auch eine Velo-Flickstation und über dem Eingangsbereich spannt sich ein einzigartig schöner Bogen aus Metall, gestaltet von der Firma Metatec.
Kurz nach 14 Uhr war es dann so weit, durften die Kinder, die während all der Reden mit bemerkenswerter Geduld ausgeharrt hatten, die Anlage in Beschlag nehmen – was Susanne Gmünder Bamert zu einem Vergleich animierte: «Ein Pumptrack ist vergleichbar mit dem Leben. Man lernt Kurven nehmen, Abkürzungen entdecken und Luftsprünge machen.» Dass das nicht immer auf Anhieb gelingt, versteht sich von selbst – auch das ist ganz wie im richtigen Leben.



