Zweijährige Pilotphase würde mit 40 000 Franken zu Buche schlagen
Vor einem Jahr wurde der Laufenburger Stadtrat von der Gemeindeversammlung beauftragt, eine bisher fehlende Busverbindung zwischen dem Ortsteil Sulz und Brugg zu prüfen. Nun schlägt der Stadtrat stattdessen ein ...
Zweijährige Pilotphase würde mit 40 000 Franken zu Buche schlagen
Vor einem Jahr wurde der Laufenburger Stadtrat von der Gemeindeversammlung beauftragt, eine bisher fehlende Busverbindung zwischen dem Ortsteil Sulz und Brugg zu prüfen. Nun schlägt der Stadtrat stattdessen ein subventioniertes Ruftaxi sowie die Stadt-Mitgliedschaft bei einer Mitfahrplattform für Pendler vor.
Eine direkte Busverbindung vom Laufenburger Ortsteil Sulz in Richtung Brugg fehlt bis heute – eine unbefriedigende Situation, insbesondere für jene, die nicht einfach auf das eigene Auto setzen wollen oder können. Entsprechend gross ist der Wunsch aus der Bevölkerung, vor allem aus dem Ortsteil Sulz, nach einer durchgehenden Buslinie von Laufenburg über Sulz nach Brugg. Diese Hoffnung rückte etwas näher, als die Gemeindeversammlung vor einem Jahr einen Überweisungsantrag genehmigte. Darin wurde der Stadtrat beauftragt, mögliche Lösungen zu prüfen und die Durchführung eines Testbetriebs an einer der nächsten Gemeindeversammlungen traktandieren zu lassen.
In den Unterlagen zur Gemeindeversammlung vom Freitagabend beziffert der Stadtrat die Kosten für ein zusätzliches Busangebot auf 164 000 Franken. Vorgesehen wäre eine Verbindung Laufenburg – Ampfernhöhe – Brugg mit sechs täglichen Kursen. Nach Abzug der vom Kanton Aargau signalisierten Kostenbeteiligung von 25 Prozent verblieben für Laufenburg noch rund 123 000 Franken. Die entlang der Strecke liegenden Gemeinden Mönthal und Remigen beteiligen sich nicht an den Kosten.
Eine im November 2025 von der Stadt Laufenburg durchgeführte Bevölkerungsumfrage erzielte mit 514 Antworten – davon 290 aus Sulz – eine erfreuliche Rücklaufquote. 147 Personen gaben an, die neue Busverbindung regelmässig nutzen zu wollen, 236 gelegentlich, 50 gar nicht, und 81 bekundeten keinerlei Interesse. Für den Stadtrat spielt die Wirtschaftlichkeit eine zentrale Rolle: Lediglich 42 Personen würden die Verbindung täglich nutzen, während 60 Prozent der Teilnehmenden die Linie nur selten oder gar nicht benötigen. Diese Erkenntnisse führten den Stadtrat zu einem alternativen Lösungsansatz. Er schlägt einen subventionierten Ruftaxi-Dienst für Gelegenheitsnutzende sowie eine Mitgliedschaft bei der Mitfahrplattform Pendla für Berufspendlerinnen und -pendler vor. «Damit soll während eines zweijährigen Pilotbetriebs der tatsächliche Mobilitätsbedarf ermittelt und gleichzeitig ein kosteneffizienter Beitrag zur Verbesserung der Mobilität im Ortsteil Sulz geleistet werden.»
Subventionierung über ein Gutscheinsystem
Für das Ruftaxi können bei der Finanzverwaltung Gutscheine im Wert von 20 Franken zum Vorzugspreis von 10 Franken erworben werden. Pro Fahrt kann ein Gutschein eingelöst werden.
Zur Mitfahrplattform Pendla heisst es in der Botschaft zur kommenden Gemeindeversammlung, dass durch den Beitritt der Stadt Laufenburg «Laufenburger Pendlerinnen und Pendler Zugang zu einem bestehenden Netzwerk von Fahrgemeinschaftsangeboten erhalten würden».
Für den zweijährigen Pilotbetrieb der beiden Angebote beantragt der Stadtrat 40 000 Franken. Darin enthalten sind die Subventionierung der Ruftaxi-Gutscheine sowie die jährliche Mitgliedsgebühr von 515 Franken für Pendla. (sh)