Laufenburg: Lange Wartezeiten an der Ampel sind ein Ärgernis
16.10.2026 LaufenburgWärme, Verkehr und FlexBase
Viele Informationen am Laufenburger Gwerbler-Znüni
Beim Anlass am Dienstag kamen unter anderem der Wärmeverbund, die Abwärme des geplanten Technologiezentrums Laufenburg, der Verkehr und die Ausbaupläne von Swissgrid zur ...
Wärme, Verkehr und FlexBase
Viele Informationen am Laufenburger Gwerbler-Znüni
Beim Anlass am Dienstag kamen unter anderem der Wärmeverbund, die Abwärme des geplanten Technologiezentrums Laufenburg, der Verkehr und die Ausbaupläne von Swissgrid zur Sprache.
Susanne Hörth
Der Gwerbler-Znüni, organisiert von der Geref-Kommission «Verkauf-Dienstleistungen», bietet den Teilnehmenden stets eine gute Gelegenheit, sich über aktuelle Themen in und rund um Laufenburg zu informieren. So war es auch am Dienstagmorgen: 26 Personen, darunter auch Behördenmitglieder aus Laufenburg und Kaisten, fanden sich im Besucherhaus der Gastgeberin Naturenergie Holding ein.
Stadtammann René Leuenberger freute sich, mitteilen zu können, dass sich die Arbeiten bei der dritten Etappe der Altstadtsanierung dem Ende nähern. Mit der letzten und vierten Etappe würden jedoch bereits die nächsten Herausforderungen warten. Anlass zur Freude gebe die aktuelle Elektrifizierung der Hochrheinbahn auf deutscher Rheinseite. Sie werde auch zu einer Verbesserung im öffentlichen Verkehr auf Schweizer Seite führen.
Beim Stichwort Verkehr meldete sich ein Anwesender und sprach das «Ärgernis Ampel» in Laufenburg bei der Kreuzung Baslerstrasse/ Kaisterstrasse an. René Leuenberger war sich der teils langen Wartezeiten dort bewusst. «Es wird jemand von Aarau kommen und die Situation vor Ort beobachten», sagte der Stadtammann und machte deutlich, dass eine bessere Ampelsteuerung im Interesse aller liege.
Gleichzeitig appellierte er an die Gwerbler, die hintere Bahnhofstrasse nicht als Schleichweg für die Umfahrung der Ampel zu nutzen. Das führe zu weiteren Rückstaus beim Bahnübergang.
Ein Thema, das nicht nur in der Region, sondern schweizweit regelmässig für Aufsehen sorgt, ist die gigantische FlexBase-Baustelle in Laufenburg. Zum geplanten, milliardenschweren Technologiezentrum mit grossem Redox-Flow-Batteriespeicher sagte Gründer und CEO Marcel Aumer am Gwerbler-Znüni: «Es gibt in den Medien immer viele Falschmeldungen. Wir haben aufgehört, darauf zu reagieren. Vielmehr müssen wir uns auf wesentliche Dinge konzentrieren.» Dazu gehört auch der Bau. Zu dessen Stand fügte er an: «Wir sind im Zeitplan.» Im ersten Untergeschoss des künftigen Technologiezentrums werde bis Ende Jahr «der erste Deckel» draufkommen. Bis Ende Februar 2027 passiere Gleiches beim Erdgeschoss. «Mittlerweile arbeiten bei FlexBase etwas mehr als 60 Mitarbeitende.» Neben diesen würden rund 40 weitere externe Personen im Bürogebäude arbeiten, alle mit einem Bezug zum TZL. Nach dessen voraussichtlicher Fertigstellung ab 2029 könne noch keine Abwärme oder nur in geringem Masse für den Wärmeverbund Laufenburg geliefert werden. «Wir müssen den Betrieb dann erst herauffahren und Sektor für Sektor des Batteriespeichers in Betrieb nehmen.» Das sei ein mehrjähriger Prozess.
Im direkten Zusammenhang mit dem TZL steht auch das Umspannwerk, das auf Kaister Boden noch gebaut werden muss, damit der Strom des Batteriespeichers ins Netz eingespeist werden kann. Kaistens Gemeindeammann Oliver Brem erklärte hierzu, dass dafür eine Umzonung notwendig sei. «Eine Spezialzone, die ganz klar an Bedingungen geknüpft ist.» Das Kaister Stimmvolk werde über die Umzonung entweder an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung im nächsten Frühjahr oder an der Sommergemeindeversammlung 2027 entscheiden. Zu sehen sein werde vom neuen Unterwerk nicht viel; das meiste davon komme tief in den Boden, so Marcel Aumer.
Oliver Brem informierte des Weiteren über die Ausbaupläne von Swissgrid. Die bestehende Anlage – im Volksmund oft als «Wöschhänki» bezeichnet – soll im Kaisterfeld Richtung Norden erweitert werden. Bei solchen Vorhaben würden die Gemeinden informiert; das Plangenehmigungsverfahren liege jedoch bei Kanton und Bund.
Strassenbau
Willy Burkhalter, Kaister Vizeammann, informierte noch über die Abschlussarbeiten (Belagseinbau) bei der Verbindungsstrasse Kaisten-Ittenthal. Die Strasse wurde in den letzten Monaten saniert und so verbreitert, dass mittlerweile Postautos und Lastwagen kreuzen können. Sollte es das Wetter nicht zulassen, werde der Belag erst nächstes Jahr eingebaut. Die Arbeiten bei der Kantonsstrasse ausgangs Kaisten bis zum Abzweiger Dürrenbächlistrasse innerorts in Laufenburg würden frühestens im Jahr 2028 in Angriff genommen, wurde am Anlass in Laufenburg weiter orientiert.


